Ägyptische Armee erschießt Dutzende Hamas-Kämpfer

Donnerstag, 11. Juli 2013 |  NAI-Redaktion

Ägyptische Soldaten haben 32 Kämpfer der islamistischen Hamas aus dem Gazastreifen erschossen und 45 weitere verhaftet. Das hat ein Militärsprecher am Donnerstag bekanntgegeben. Bei Aktionen des ägyptische Militärs gegen radikale Islamisten hatte es in den vergangenen Tagen Dutzende Tote und einige Hundert Verletzte gegeben (Foto). Die palästinensische Hamas sympathisiert mit der ägyptischen Muslim-Bruderschaft. Nach der Entmachtung von Präsident Mursi hatten Terroristen der Hamas offenbar gemeinsam mit Dschihadisten Anschläge gegen das ägyptische Militär auf der Sinai-Halbinsel verübt. „Sie gelangen über ihre Schmuggeltunnel aus dem Gazastreifen nach Ägypten“, erläuterte der Militärsprecher. Nach Medienberichten hat das ägyptische Militär Israel um Erlaubnis gebeten, eine große Aktion mit mehreren Tausend Soldaten auf der Sinai-Halbinsel durchzuführen, um die islamistischen Terroristen unschädlich zu machen.

Ägypten muss sich bei diesem Militäreinsatz mit Israel absprechen, weil die Sinai-Halbinsel laut Friedensvertrag eine entmilitarisierte Zone ist. Die dort agierenden Terrorzellen bedrohen nicht nur ägyptische Armeeposten, sondern auch Israel. Angeblich stehen die radikalen Kämpfer in Kontakt mit dem Terrornetzwerk al-Qaida. Ziel ihrer Angriffe sind auch immer wieder Christen. Sicherheitskräfte entdeckten am Donnerstag im nördlichen Sinai die Leiche eines 60-jährigen arabisch-christlichen Kaufmanns, der am Samstag entführt worden war.

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