Israelische Luftwaffe offenbar für Angriff auf syrisches Waffenlager verantwortlich

Montag, 15. Juli 2013 |  Tommy Mueller

Die israelische Luftwaffe hat am 5. Juli ein syrisches Waffenlager vernichtet, in dem sich Anti-Schiff-Raketen russischer Herkunft befanden. Das meldeten am Wochenende mehrere US-amerikanische Medien. Das Lager in der Hafenstadt Latakia sei vollständig zerstört worden, hieß es. Die Raketen seien eine Bedrohung für die israelische Marine gewesen. Es sei bereits der vierte israelische Angriff auf Waffen gewesen, die Russland an Syrien lieferte. Politisch brisant ist der Bericht einer russischen Nachrichten-Webseite, wonach die israelischen Flugzeuge in der Türkei gestartet sein sollen.

An dem Angriff waren den Berichten zufolge sowohl Kampfflugzeuge als auch israelische U-Boote der Delfin-Klasse beteiligt, die in Deutschland gebaut wurden. Die israelische Regierung gab keinerlei Stellungnahme zu den Berichten ab. Angeblich waren die israelischen Kampfjets von einem türkischen Militärflughafen gestartet und hatten eine Route über das Mittelmeer genommen, um nicht in den syrischen Luftraum eindringen zu müssen. Israel und die Türkei hatten militärisch eng zusammengearbeitet. Unter der Regierung des islamisch orientierten türkischen Regierungschefs Erdogan waren die Beziehungen jedoch stark abgekühlt.

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