Palästinenser fordern Flughafen und Hotels am Toten Meer

Donnerstag, 18. Juli 2013 |  Tommy Mueller

Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas (Foto) hat offenbar eine ganze Liste von Forderungen, bevor er zur Wiederaufnahme von Friedensgesprächen bereit ist. Das israelische Nachrichtenportal ynetnews meldet heute, dass die Palästinenser einen Flughafen in Ramallah bauen wollen. Zudem soll sich Israel von Teilen des Toten Meeres zurückziehen, dort wollen die Palästinenser eigene Hotelanlagen errichten. Außerdem soll Israel erlauben, dass die Palästinenser vor der Küste von Gaza nach Erdgas suchen. Ferner verlangen sie mehr Arbeitserlaubnisse, um in Israel ihren Lebensunterhalt verdienen zu können.

Der Flugplatz bei Ramallah soll dem Bericht zufolge vollständig unter palästinensischer Kontrolle stehen. Er ist für Hubschrauber und Leichtflugzeuge gedacht. Von dem Flugplatz erhoffe sich Abbas positive Auswirkungen auf Tourismus und Wirtschaft. Israel hatte vor Jahren den Bau eines Flugplatzes im Gazastreifen genehmigt, der aber beim zweiten Palästinenseraufstand bombardiert und zerstört wurde. Abbas hat seine Wünsche den Berichten zufolge bei einem Treffen mit dem amerikanischen Außenminister Kerry in der jordanischen Hauptstadt Amman vorgetragen. Die israelischen Medien vermuten, dass die Regierung Netanjahu die Forderungen der Palästinenser zu großen Teilen ablehnen wird. Als „Zeichen des guten Willens“ habe die Armee aber den Abbau von Kontrollstellen im sogenannten Westjordanland vorbereitet. Das meldete heute das Armeeradio.

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