Abbas: Israelis müssen dauerhaft von unserem Land verschwinden

Montag, 22. Juli 2013 |  NAI-Redaktion

"Damit die Palästinenser mit Israel Frieden schließen, müssen die Israelis dauerhaft von palästinensischem Land verschwinden.“ Das erklärte Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas in einem Interview mit einer jordanischen Tageszeitung. Abbas erläuterte, die USA hätten eine Lösung in Aussicht gestellt, nachdem sich Israel auf die Grenzen von 1967 zurückziehe und Ost-Jerusalem die Hauptstadt eines palästinensischen Staates werde (Foto: Betende Muslime auf dem Jerusalemer Tempelberg). Der Palästinenserpräsident unterstrich, jede Vereinbarung mit Israel werde zuvor dem Volk zur Abstimmung vorgelegt.

Ägypten und Jordanien erklärten, sie würden die Friedensgespräche begrüßen und unterstützen. Dagegen lehnte die islamistische Hamas, die im Gazastreifen regiert, die Gespräche ab. Abbas habe nicht das Recht, für alle Palästinenser zu sprechen. Deshalb werde man seine Verhandlungen, die er ohne Mandat führe, nicht akzeptieren. Dar arabisch-israelische Knesset-Abgeordnete Ahmad Tibi, der enge Kontakte zur palästinensischen Führung unterhält, warnte: ein Scheitern der Friedensgespräche könne zu einem dritten Palästinenseraufstand und einer sehr schwierigen Situation führen.

Der amerikanische Außenminister John Kerry, der Israelis und Palästinenser an den Verhandlungstisch gezwungen hatte, rief beide Seiten dazu auf, den vertraulichen Rahmen der Gespräche zu wahren.

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