Eltern von Terror-Opfern bitten: Lasst die Mörder im Gefängnis!

Mittwoch, 24. Juli 2013 |  Tommy Mueller

Israel will 82 inhaftierte Palästinenser freilassen. Damit soll ein Zeichen gesetzt werden für die neuen Friedensverhandlungen. Die betroffenen Gefangenen saßen bis zu 30 Jahre lang im Gefängnis, die meisten von ihnen sind Mitglieder der Fatah. Im Verteidigungsministerium glaubt man nicht, dass sie zukünftig ein Sicherheitsrisiko darstellen. Doch gegen die Pläne regt sich Widerstand, sowohl im Parlament als auch bei den Angehörigen von Terroropfern. Die Vorsitzende des Innenausschusses, Miri Regev, unterstrich: „Ein Terrorist sollte für den Rest seines Lebens eingesperrt bleiben.“ Elijahu Kremni, dessen Sohn Ronen vor 23 Jahren zusammen mit einem Freund ermordet wurde, richtete einen eindringlichen Appell an die Sicherheitsbehörden: „Im Namen der trauernden Hinterbliebenen, im Namen aller, deren Herz noch immer blutet: Bitte denkt darüber nach, die Freilassung zu stoppen.“

Die Mörder von Ronen und seinem Freund Lior wurden gefasst und zu viermal lebenslänglicher Haft verurteilt. Sie stehen auf der Liste von Straftätern, deren Freilassung die Palästinenser nun fordern. Aus Sicherheitskreisen hieß es, jeder der 82 Gefangenen auf der Liste habe jüdisches Blut an seinen Händen.

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