Ein Land, in dem Milch, Honig und Gas fließen

Freitag, 23. August 2013 |  Kommentar von Yossi Aloni

Als israelische Geologen 90 Kilometer vor Haifa auf ergiebige Erdgasvorkommen stießen, war dies wie ein himmlisches Geschenk. 900 Milliarden Kubikmeter Erdgas lagern in den beiden Gasfeldern Tamar und Leviathan. Israel als das Gelobte Land war bis dato nicht als mit Bodenschätzen gesegnet bekannt.

Leviathan gilt als weltweit größter Erdgasfund in den letzten zehn Jahren. Aber der Energiefund, der für den Judenstaat mehr Wohlstand garantieren soll, verursachte automatisch Streit bei Politikern, Investoren, Umweltschützern, Wirtschaft und Bürgern.

Die israelischen Investoren mit ihren ausländischen Geschäftspartnern wie Nobel Energy hatten anfänglich die Absicht, das Gas zu hohen Preisen zu exportieren und nur zum kleinen Teil für Israel zu fördern. Die internationalen Unternehmen feilschten mit den israelischen Finanzbehörden um Lizenzgebühren und Steuern. Nach zähen Verhandlungen beschloss die Regierung endlich, dass Israel 60 Prozent des Erdgases selbst nutzt und nur 40 Prozent exportiert, also 540 Milliarden Kubikmeter für Israel und 360 für den Export.

Israel darf sich nicht auf ausländische Energiequellen verlassen, daher der massive Druck auf Israels Regierung, Energiereserven zu schonen. Bis vor über einem Jahr war Israel bis zu 40 Prozent vom Gasimport aus Ägypten abhängig. Wegen der jüngsten Entwicklung in Ägypten wurde der Gasliefervertrag mit Israel de facto ungültig. Dass Israel zur rechten Zeit sein eigenes Gas fand, wird in Israel oft als Wunder betrachtet. So beschreiben dies zumindest religiöse Webseiten.

2012 verbrauchte Israel 7 Milliarden Kubikmeter Erdgas, und so sollen die 540 Milliarden Kubikmeter für wenigstens die nächsten dreißig Jahre den Bedarf des Landes decken. Regierungschef Netanjahu sieht in der Quote einen vernünftigen Kompromiss zwischen Energieversorgung und Exporterlös: „Das bringt der Staatskasse in den nächsten zwanzig Jahren um 60 Milliarden Dollar (46,1 Milliarden Euro) ein“. Aber dennoch ebbt der Protest gegen die Regierungsentscheidung nicht ab...

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