Neues Kapitel der Hoffnung für Christen und Juden

Donnerstag, 24. April 2014 |  NAI-Redaktion

Die israelische Armee hat beschlossen, aktiv mit der Rekrutierung von Christen mit arabischer Muttersprache zu beginnen. Dieser Schritt ist der Beginn eines neuen Kapitels in der Geschichte der Beziehung zwischen Juden und Christen in Israel. Das in Nazareth ansässige „Israeli Christian Recruitment Forum“ hatte sich schon seit einigen Jahren dafür eingesetzt, jungen Christen den freiwilligen Einstieg in die Armee zu erleichtern, um sie dadurch besser in die israelische Gesellschaft zu integrieren. Von muslimischen Vertretern gab es heftige Kritik.

Israel Heute hat bereits wiederholt über die Aktivitäten des Forums berichtet. Dessen Leiter bestehen darauf, dass einheimische junge Christen in Israel lediglich dann gleiche Chancen erhalten, wenn sie durch ihren Beitritt zur Armee genau so viel Verantwortung für ihr Vaterland übernehmen wie gleichaltrige Juden.

Aufgrund der Aktivitäten des Forums wurden die arabisch-sprechenden Christen in Israel als eigene Minderheit anerkannt. Dies erzürnte muslimische Araber, die einen Armeedienst strikt ablehnen.

Nun wurde von der Armee beschlossen, die jungen Christen offiziell durch Briefe anzuwerben. Es wird erwartet, dass die Zahl der Soldaten aus christlich-arabischen Dörfern in der israelischen Armee deutlich steigen wird. Auch wenn die Rekrutierungs-Briefe genauso aussehen wie die für junge israelische Juden, wird der Dienst in der Armee für die Christen freiwillig bleiben.

Der Sprecher des Rekrutierungsforums, Shadi Halloul (Foto) – selbst ein Christ, der als Offizier in der Armee als Fallschirmjäger gedient hat - nahm zu der Neuregelung folgendermaßen Stellung:

„Unser Forum begrüßt diese mutige Entscheidung des Verteidigungsministers und des Generalstabschefs der israelischen Armee. Obwohl der Dienst für Christen freiwillig ist, zeigt der Staat dadurch seinen Willen, die christliche Bevölkerung zu integrieren und zu fördern.

Es ist eine historische Entscheidung und der Beginn eines völlig neuen Kapitels – ein Kapitel der Hoffnung zwischen Juden und Christen im Staat Israel. Es ermöglicht jungen Menschen aus der christlichen Gemeinschaft, sich nahtlos in die israelische Gesellschaft zu integrieren und einfacher die Leiter des Fortschritts zu erklimmen – sowohl im militärischen als auch im zivilen Leben.

Die christliche Gemeinschaft bietet einen wichtigen strategischen Vorteil für Israel und seine Sicherheit. Denn die Christen gehören zu den am besten ausgebildeten Gemeinschaften im Land. Unsere jungen Menschen können einen wichtigen Beitrag für die Armee und den Staat Israel leisten. Wir glauben, dass die israelische Armee ein zentraler Bestandteil der israelischen Gesellschaft ist, die die verschiedenen Bevölkerungsgruppen zusammenbringen kann. Denn als Einheit können wir eine bessere Zukunft für alle erreichen und gleichzeitig die Sicherheit unserer Gemeinschaft und des demokratischen jüdischen Staates gewährleisten. Der Armeedienst ist ein wichtiger Schritt in Richtung Chancengleichheit. Die Rechte und Pflichten werden so nicht nur auf Einzelne, sondern auf mehrere Schultern verteilt.

Für die Christen ist die Zeit gekommen, ihre Position neben den Juden zu stärken. Wir sehen nämlich, was den Christen in den arabischen Ländern passiert ist. Dort lebten sie die Lüge der Einheit mit den Muslimen und die drohende Gefahr wurde ignoriert, bis es zu spät war. Die Wehrpflicht bei der israelischen Armee trägt einen kleinen Teil zur Stärkung einer Gemeinschaft bei, die in Frieden und Sicherheit mit jedermann leben will. Es scheint so, als wäre das der einzige Weg, uns gegen die breite Front an Feinden zu verteidigen.“

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