Experte: Israel hat kein demographisches Problem

Mittwoch, 30. April 2014 |  NAI-Redaktion

Israel wird von der schnell wachsenden arabischen Bevölkerung bedrängt und wird seinen Charakter als jüdischer Staat verlieren. Deshalb müssen Judäa und Samaria, das sogenannte Westjordanland, an die Palästinenser abgetreten werden, damit diese dort ihren eigenen Staat gründen können. Diese Ansicht vertritt der amerikanische Außenminister ebenso wie viele linksorientierte Israelis und die Mullahs im Iran. Doch nun widersprach der israelische Experte Dr. Guy Bachor (Foto) dieser These energisch.

Bachor ist ein anerkannter Fachmann für Rechtsfragen im Nahost-Konflikt. Er betreibt die populäre hebräische Webseite GPlanet und war nun zu Gast beim israelischen Fernsehkanal 2.

„Obama, Kerry, Clinton und all die anderen, die über die demographische Entwicklung reden, liegen falsch“, behauptete Bachor. Er bezog sich auf aktuelle Zahlen des israelischen Statistikbüros und des CIA-Welthandbuches. „Diese Daten zeigen, und zwar überall im Nahen Osten, einen regelrechten Kollaps bei der arabischen Geburtenrate... auch bei den Palästinenser und den israelischen Arabern.“ Gleichzeitig gebe es ein erstaunliches Wachstum der jüdischen Bevölkerung in Israel.

Der Fachmann verwies auf die „magische Zahl von 2,1 Kindern pro Familie. Bei einer geringeren Kinderzahl sinkt die Bevölkerung.“ Viele der israelischen Nachbarstaaten erreichten diese Zahl nicht, in Europa liege sie noch weitaus niedriger. Aber es gebe einen kleinen Staat im Nahen Osten, bei dem die Geburtenrate ständig über 3 liege: Israel.

Aber wie sieht es mit der Geburtenrate der arabischen Bevölkerung aus? Was ist mit dem Zuwachs der Palästinenser, der Israel angeblich dazu bringen könnte, sich in einen „Apartheidstaat“ zu verwandeln? Bachor räumte ein, dass dies in der Vergangenheit als Problem erschienen sei, aber mittlerweile sprächen die Zahlen für die Juden. „Im Jahr 2003 hatte eine palästinensische Mutter im Schnitt mehr als fünf Kinder. Zehn Jahre später, 2013, sind es nur noch 2,7, und die Zahl sinkt weiter.“

Als Gründe für den Rückgang der Geburtenzahl nannte der Fachmann dieselben Entwicklungen wie im Rest der Welt: einen höheren Lebensstandard und bessere Bildung. Junge Palästinenserinnen heirateten heute später als früher, strebten eine berufliche Karriere an „und wollen sich nicht ausschließlich um ihre Kinder kümmern.“

Das Fazit von Guy Bachor: „Die demographische Bedrohung ist verschwunden.“

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