Israel bangt und betet für verschleppten Offizier

Samstag, 2. August 2014 |  NAI-Redaktion

Israel bangt weiter um Leutnant Hadar Goldin, der am Freitag von der Hamas in den Gazastreifen verschleppt wurde. Bisher gibt es von ihm kein Lebenszeichen. Israelische Eliteeinheiten suchen intensiv nach dem Vermissten, während das Gebiet um Rafah und Khan Yunis im südlichen Gazastreifen von Panzern und Artillerie beschossen wird. Die Hamas antwortete mit Raketenangriffen, unter anderem am Morgen auf Tel Aviv.

Am Freitag hatte sich die Hamas noch damit gebrüstet, den Offizier in ihrer Gewalt zu haben. Nachdem es daraufhin zu einem internationalen Sturm der Entrüstung kam, behaupteten die Islamisten plötzlich, sie hätten mit der Entführung nichts zu tun. „Vermutlich ist der Soldat der zionistischen Besatzer noch vor Beginn der Waffenruhe zusammen mit unseren Männern ums Leben gekommen“ , heißt es nun plötzlich von Seiten der Terror-Organisation.

Heute morgen werden aus Rafah im südlichen Gazastreifen israelische Luftangriffe und Einschläge von Granaten gemeldet. Israel hat die Bewohner aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben, so lange die Suche nach Hadar Goldin im Gange ist. Die Hamas behauptete, durch den Beschuss seien in der Nacht mehr als 40 Menschen getötet worden. „Jede Minute gibt es hier einen Einschlag“, wird ein Anwohner von Nachrichtenagenturen zitiert. Ein Krankenhaus in Rafah wurde wegen der schweren Gefechte geräumt.

Die Hamas hat ihre Raketenangriffe ausgeweitet. Seit Mitternacht heulten die Warnsirenen in Tel Aviv, Bnei Brak, Givat Shmuel, Givatayim, Ramat Gan, Givat Hashlosha, Gat, Rimon, Kfar Sirkin, Petah Tikva und Ra'anana. Das Abwehrsystem „Eiserne Kuppel“ zerstörte am Morgen zwei Raketen über Tel Aviv und eine über Beersheva.

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