Hamas droht – Lieberman fordert europäische Inspektoren

Donnerstag, 7. August 2014 |  NAI-Redaktion

Während Israel bereit ist, die jüngste Waffenruhe zu verlängern, drohten in der Nacht zum Donnerstag mehrere Hamas-Vertreter mit der Wiederaufnahme des Raketenbeschusses auf Israel. Hamas-Führer Ismail Haniyeh unterstrich, dass es bislang keine Vereinbarung über eine Verlängerung des 72-stündigen Waffenstillstands gebe, der am Freitag ausläuft. Israel erklärte, es werde bei erneuten Angriffen hart reagieren. Währenddessen laufen in Kairo indirekte Gespräche über eine längerfristige Friedenslösung.

Die Hamas-Verantwortlichen fordern einen Seehafen, einen internationalen Flughafen, eine Ausweitung der Fangzone für ihre Fischer und die Freilassung von Gefangenen aus israelischer Haft. Israel befürchtet, dass die Hamas auch in Zukunft Waffen und Munition in den Gazastreifen einschmuggeln will, da die Islamisten nicht von ihrem Ziel abrücken, den jüdischen Staat zu vernichten.

„Deutschland und die EU müssen Inspektoren nach Gaza entsenden, um den Handel der Palästinenser mit den Nachbarstaaten zu kontrollieren.“ Das sagte Israels Außenminister Avigdor Liebermann (Foto) der Bild-Zeitung. Deutschland als politische Führungsnation in Europa müsse eine ganz entscheidende Rolle im Gaza-Konflikt einnehmen.

Von Seiten der Europäischen Union hieß es, man sei bereit, die Kontrollen am Grenzübergang Rafah zwischen dem Gazastreifen und Israel zu übernehmen. Im Gespräch ist auch eine internationale Mission im Gazastreifen, um die dortigen Terrorgruppen zu entwaffnen. Dass die Hamas und Islamischer Dschihad freiwillig ihre Waffen abgeben, gilt aber als sehr unwahrscheinlich. Und auf einen Kampfeinsatz werden sich die Europäer wohl kaum einlassen.

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