Hamas führt schwarze Liste über Reporter

Dienstag, 12. August 2014 |  Aviel Schneider

Die Organisation ausländischer Journalisten (FPO) in Israel veröffentlichte gestern zum ersten Mal eine scharfe Meldung gegen das Verhalten der Hamas gegenüber Journalisten im Dienst. Es ist das erste Mal, dass diese Journalistenorganisation die Hamas für ihr Verhalten kritisiert. Bisher tat die Organisation dies nur gegenüber Israel und warf Israel vor, absichtlich Zivilgebäude, wie die Redaktion des arabischen Fernsehsenders Al Jazeera in Gaza, beschossen zu haben.

Ausländische Journalisten haben über ihre Erlebnisse im Gazastreifen erst nach der Rückkehr nach Israel erzählt. Sie erzählten, wie sie gemahnt und bedroht wurden, nicht von der Raketentaktik der Hamas innerhalb der palästinensischen Zivilbevölkerung zu berichten. Nun hat die Organisation, zu der etwa 500 Journalisten aus 32 Ländern in Israel zählen, einen kritischen Brief veröffentlicht. Im Brief kritisierten die Journalisten wie das Hamasregime die ausländischen Journalisten während der Operation Starker Felsen mit strengen Maßnahmen behandelt. Sie betonten, dass die Hamas ihnen nicht erlaubte der Welt ein objektives und wahres Bild zu übermitteln. Sie mussten der Hamas beantworten, was und wie sie über den Konflikt berichten. Journalisten erzählten, dass die Hamas sogar eine schwarze Reporterliste aufstellte, über solche, die in Zukunft nicht mehr in den Gazastreifen einreisen dürfen.

Das amerikanische Magazin New Republik beschrieb gestern in einem ausführlichen Bericht, wie die Hamas ausländische Reporter manipuliert und damit die Meldungen ins Ausland fälscht. Die selbe Zeitung schriebt auch, dass die Hamas die palästinensischen Bürger dazu aufrief, dass wenn sie von ausländischen Journalisten wegen Toten oder Verletzten interviewt werden, nur von toten Zivilsten reden sollten, kein Wort von Mitgliedern oder Kämpfern der Hamas und Islamischer Dschihadisten. Palästinensische Zivilisten erzählten den Journalisten, dass ihnen gesagt wurde, den Begriff „Unschuldige Menschen“ gegenüber Journalisten zu gebrauchen.

Journalisten durften sich nicht den unterirdischen Bunkern der Hamasführung unterhalb des Al Schifa Krankenhauses nähern. Die Journalisten mussten sich absichtlich in die Schlange am Eingang des Krankenhauses stellen und lange warten, bis jemand sie für ein Interview einlud. In der Zwischenzeit sollten sie die zahlreichen verletzten Palästinenser filmen, die rund um die Uhr ins Krankenhaus geliefert wurden. Der Amerikanische Journalist Nick Casey (Wall Street Journal) verschickte einen Twitter, in dem er seinen Verdacht äußerte, dass die palästinensischen Ärzte mit der Hamasführung im Krankenhaus absolut unzufrieden sind. In wenigen Stunden musste Casey die Meldung löschen. Casey wie auch andere Journalisten haben berichtet, wie Hamasterroristen nur wenige Meter von ihren Hotels und anderen Gebäuden Raketen auf Israel abgeschossen haben.

Israels Verteidigungsstrategie vor dem Internationalen Strafgericht wird unter anderem von diesen Journalisten abhängen, die als Augenzeugen der Hamas Manipulation und des Missbrauchs der eigenen Zivilbevölkerung Israels Seite unterstützen.

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