Das Feuerpausenspiel der Hamas

Donnerstag, 14. August 2014 |  Aviel Schneider

Was sich zur Zeit in Israel abspielt wird nicht mehr lange vom Volk geduldet. Es ist unmöglch jedesmal eine Feuerpause für 72 Stunden zu verlängern. Alles ist gespannt, ob eine Terrororganisation wie Hamas eine weitere Feuerpause will oder nicht. Ferner bricht die Hamas die letzte Feuerpause, in dem sie zwei Stunde vor Ende wie gestern Abend Israel mit Raketen beschießt. Trotzdem haben sich Israel und Hamas unter massiven Druck internationaler Kräfte auf eine weitere Feuerpause geeinigt, diesmal für fünf Tage, bis Dienstag Mitternacht. Worüber Israel und Hamas sich bisher nicht geeinigt haben, werden sie wahrscheinlich auch nicht in den nächsten 120 Stunden schaffen, es sei denn einer gibt deutlich nach.

In Israel sind sich die Politiker über das Feuerpausen Fiasko einig, dass dies so nicht mehr weitergehen kann. "Eine Terrorgruppe bestimmt Israel was es machen muss, das ist einfach unglaublich", sagte der Knessetabgeordnete der sozialistischen Arbeiterpartei Nachman Schai. "Die Hamas trickst Israel aus. Nachdem die Armee ihre Ziele erreicht hat, scheitert die politische Staatsführung daran, ihre politischen Ziele zu erreichen." Die israelischen Politiker sind mit der Situation unzufrieden, in der die Hamas Israel an die Nase herumführt und immer um Feuerpausen bettelt wenn sie in Schwierigkeiten steckt und Israel keine wirksamen Entscheidungen in Kairo treffen kann. Entweder ein Waffestillstand für lange Zeit oder Israels Sicherheitskräfte marschieren wiederholt in den Gazstreifen ein und machen mit der Hamas ein für alle Mal Schluss. So wie jetzt ist es aus israelischer Sicht unmöglich. "Parall zu den Verhandlungen macht sich die Hamas über Israel lustig", sagte Schai. "Alle im Volk warten darauf was die Hamas uns sagen will und ob sie uns weiterhin eine Feuerpause gönnt."

Selbst die linksliberale Parteichefin Meretz Sahava Galon betonte, dass Netanjahu schwach gegen Starke ist und stark gegenüber Schwachen. "Netanjahu muss unbeingt Fatahchef Mahmoud Abbas die Verantwortung im Gazstreifen übergeben", so Galon.

Vizeministerin Zippi Hatobely (Likud) ist der Meinung, dass Israel in einer Art Gefangenschaft der Hamas sei. "Die Operation Starker Felsen muss mit einem harten Schlag gegen Hamas enden, nicht so", sagte Hatobely. "Die Hamasführung muss vernichtet werden. Solange die Bewohner des israelischen Südens in Angts vor Raketen leben, kann die Operation nicht beendet werden." Andere Politiker glauben, dass die Hamas Israel reizen will. "Wir müssen hartnäckig gegen die Hamas vorhergehen und ihre Führung vernichten. Anders geht es nicht", sagte Likudmitglied Danny Danon.

Im israelischen Rundfunk und im Internet ist deutlich eine Mehrheit herauszuhören, die die politischen Entscheidungen des israelischen Regierungschefs Benjamin Netnajhu nicht versteht. Die Medien berichteten davon, dass Bibi in den letzten Tagen wie vom Boden verschwunden ist und seinen Ministern im Sicherheitskabinett keine aktuellen Auskünfte über die Fortschritte in Kairo gibt. Die Minister sagten der Nachrichtenagentur Ynet, dass sie alles, was in Kairo zwischen den Delegationen vorhergeht, aus palästinensischen Quellen erfahren.

Heute Abend werden Einwohner aus Israels Süden, aus der Region um den Gazastreifen, eine Mega-Demonstration in Tel Aviv organisieren, mit der Hoffnung das Zehntausende Menschen aus ganz Israel kommen und Israels Regierung aufrufen, endlich für Ruhe im Süden zu Sorgen. Wenn dafür der Krieg nicht aufhört und Israels Bodentruppen wieder einmarschieren, müssen, so ist das Volk bereit der Regierung das Mandat dafür zu geben.

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