Terroristen wollen Rache für den Tod ihrer Kommandeure

Freitag, 22. August 2014 |  NAI-Redaktion

Die gezielte Tötung von zwei Kommandeuren und einem Offizier in der Nacht zum Donnerstag hat der Hamas im Gazastreifen einen empfindlichen Schlag versetzt. Die Kassam-Brigaden seien dadurch erheblich verunsichert, aber nicht entscheidend geschwächt worden, erklärten israelische Militärexperten am Freitag. Die Getöteten hätten eine wichtige Rolle im südlichen Gazastreifen gespielt,meinte Verteidigungsminister Moshe Ya'alon. Zudem seien sie an der Entführung des israelischen Soldaten Gilad Schalit im Jahr 2006 beteiligt gewesen.

Der Verteidigungsminister unterstrich, die drei Terroristen seien an schweren Terrorangriffen auf israelische Zivilisten und Soldaten beteiligt gewesen. Dass es gelungen sei, sie auszuschalten, sei ein großer Erfolg für die Armee und den Geheimdienst. Die arbeiteten rund um die Uhr für die Sicherheit der israelischen Bevölkerung.

Bei den Getöteten handelt es sich um Raed Atar, Muhammad Abu Shamalah und Muhammad Barhoum. Sie hatten sich in einem Haus in Rafah im südlichen Gazastreifen getroffen, das durch den israelischen Luftschlag dem Erdboden gleichgemacht wurde. Die drei gehörten zu den Personen, die von der Hamas am stärksten geschützt wurden – ebenso wie ihr legendärer Anführer Mohammed Deif, der kurz zuvor angegriffen wurde, wobei drei seiner Familienmitglieder starben. Ob der „Terrorfürst“ der Hamas ebenfalls umkam, ist weiter unklar. Raed Atar galt als wahrscheinlicher Nachfolger von Deif als Militärchef der Hamas. An der Beerdigung der drei Hamas-Anführer in Rafah nahmen Zehntausende teil (Foto).

Für die Hamas erklärte Ismael Haniyya, der Tod der drei Anführer sei schmerzhaft, aber die Hamas habe in ihrer Geschichte schon mehrfach bewiesen, dass sie gestärkt aus dem Tod ihrer Führer hervorgehe: „Unser Volk und unsere tapferen Kommandeure haben sich zum Ziel gesetzt, die Blockade von Gaza aufzuheben sowie Jerusalem und Palästina von den Neonazi-Besatzern zu befreien, die nur Häuser zerstören, Frauen und Kinder umbringen.“

Die Terroristen gehen nicht nur aggressiv gegen Israel vor, sie verbreiten auch im Gazastreifen Angst und Schrecken. Der bewaffnete Flügel der Hamas hat am Donnerstag und Freitag insgesamt elf Palästinenser hinrichten lassen. Sie sollen angeblich für Israel spioniert haben und wurden im Polizeihauptquartier in Gaza-Stadt erschossen. Das wurde heute auf zwei arabischen Webseiten gemeldet, die enge Kontakte zur Hamas haben.

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