Geheimdienst-Bericht: Hamas zählt tote Terroristen als Kinder

Mittwoch, 27. August 2014 |  Yossi Aloni

Die Hamas hat Terroristen, die im Krieg mit Israel ums Leben kam, in offiziellen Statistiken als getötete Kinder angegeben. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht des israelischen Geheimdienstes. Die Hamas habe den Todesopfern gefälschte Identitäten zugeschrieben, um die Tatsache zu verschleiern, dass es sich um bewaffnete Kämpfer handelte. Der Bericht wurde vom Meir Amit Intelligence and Terrorism Information Center (ITIC) veröffentlicht.

Das ITIC arbeitet mit dem israelischen Militärgeheimdienst Aman zusammen. Im dem Bericht wurden die ersten 500 Todesfälle, die von den Palästinensern beklagt wurden, genau untersucht. Dabei ging es darum, ob sich aufgrund von Namen, Altersangaben und Fotos Bezüge zu Zivilisten oder Kämpfern ergaben.

Dem Bericht zufolge waren 46 Prozent der in Gaza getöteten Palästinenser aktive Kämpfer, 54 Prozent waren Zivilisten. Tatsächlich könne der Anteil der Terroristen noch höher sein, dies sei aber aufgrund der Hamas-Politik der Verschleierung und Irreführung nicht nachzuweisen.

Eine große Anzahl von Terroristen starb bei den Kämpfen in Shejaia, einem Vorort von Gaza-Stadt, zwischen dem 19. Juli und dem 1. August. Sie wurden unter Trümmern verschüttet und tauchen auf den offiziellen Opferlisten nicht auf. Der Geheimdienst schätzt ihre Zahl auf 100 bis 150.

Der Report deckt auf, dass getötete Terroristen vom Gesundheitsministerium in Gaza als Kinder aufgelistet wurden. Zum Beispiel nennt das Gesundheitsministerium Jamal Kamal Netzer aus Khan Yunis, getötet am 18. Juli, als einen 13-Jährigen. Tatsächlich handele es sich um einen 26 Jahre alten Mann, der mit der Fatah von Palästinenserpräsident Abbas in Verbindung stand.

Das ITIC ist der Auffassung, dass es sich nicht um einen Fehler handelt, sondern um den bewussten Täuschungsversuch.

Ein weiteres Beispiel: Wasim Reza Saleh aus Khan Yunis wurde als unschuldiger 15-Jähriger in der Opferliste geführt. Die Untersuchung ergab nun, dass er tatsächlich 15 Jahre alt war, aber ein bewaffneter Kämpfer einer Terrorgruppe, die der Fatah nahesteht. Dies zeige, so die Militärfachleute, dass nicht alle ums Leben gekommenen Minderjährigen als unschuldige Zivilisten bezeichnet werden könnten.

Die Hamas war sich bewusst, dass Israel ihre Angaben zu den Opfern genau unter die Lupe nehmen würde. Am 5. August veröffentlichte die Gruppe auf Facebook eine Warnung, dass die Palästinenser keine Details zu den Opfern in sozialen Netzwerken veröffentlichen sollten. „Die Besatzer sammeln diese Informationen und nutzen sie als Beweise, um ihre Verbrechen gegen die Palästinenser zu rechtfertigen“, hieß es in der Veröffentlichung der Hamas.

Der ITIC-Bericht vermerkt auch, dass das Innenministerium im Gazastreifen, das für die Verschleierungskampagne verantwortlich ist, angeordnet habe, bei getöteten Terroristen Uniformen und Namensschilder sofort zu entfernen.

Möchten Sie mehr Nachrichten aus Israel erhalten?
Klicken Sie hier um den KOSTENLOSEN täglichen Newsletter per Email zu erhalten.