EILMELDUNG: Palästinensischer Minister stirbt nach Konflikt mit Soldaten

Mittwoch, 10. Dezember 2014 |  NAI-Redaktion

Ziad Abu Ein (Foto), der palästinensische Minister für Siedlungsangelegenheiten, ist heute nach einer Auseinandersetzung mit israelischen Soldaten gestorben. Wie es hieß, habe ihn ein Soldat mit einem Gewehr auf die Brust geschlagen. Daraufhin brach der Minister zusammen. Er starb im Krankenhaus in Ramallah. Von israelischer Seite hieß es, der Mann sei schwer krank gewesen. Das palästinensische Außenminister Riyad Al-Maliki erklärte, Israel werde für den „Mord“ an Abu Ein bezahlen.

Der Vorfall ereignete sich in Turmosiya im sogenannten Westjordanland. Dort war es zu Streitigkeiten zwischen jüdischen Siedlern und Palästinensern gekommen. Die Juden behaupteten, die Palästinenser hätten ihnen eine Stute gestohlen. Die Palästinenser erklärten, die Siedler hätten sie mit Steinen beworfen und ihre Olivenbäume zerstört. Die Armee rückte an, um gewalttätige Ausschreitungen zu verhindern. Auch Ziad Abu Ein kam zum Ort der Auseinandersetzungen, südlich von Shilo. Dabei wurde er in die Krawalle verwickelt und atmete Tränengas ein.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas sprach in einer ersten Reaktion von einer „barbarischen Aktion“ des israelischen Militärs.

Abu Ein gehörte dem Revolutionsrat der Fatah-Partei an. Er war einer der Anführer im Kampf gegen jüdische Siedlungen und gegen die Sicherheitsbarriere, die Israel von den Palästinensergebieten trennt. Er war 1979 in ein Bombenattentat verwickelt, bei dem zwei jüdische Teenager starben. Abu Ein kam in Haft, wurde aber 1985 im Rahmen eines Gefangenenaustausches freigelassen.

Foto: Facebook

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