Soldaten erschießen 20-jährigen palästinensischen Angreifer

Dienstag, 16. Dezember 2014 |  NAI-Redaktion

Soldaten der israelischen Armee haben am Morgen einen 20 Jahre alten Palästinenser erschossen und einen weiteren verletzt. Nach offiziellen Angaben hatte der Mann einen selbstgebauten Sprengsatz auf die Soldaten geschleudert. Der Vorfall ereignete sich im Kalandia-Flüchtlingslager nördlich von Jerusalem. Bei israelischen Militäreinsätzen in Judäa und Samaria wurden in der Nacht sieben Palästinenser festgenommen, darunter ein Hamas-Mitglied.

Bei dem getöteten Palästinenser handelt es sich nach Angaben der Nachrichtenagentur Ma'an um einen jungen Mann mit Namen Mahmud Adman. Er sei in den Kopf getroffen worden, hieß es.

Während der Auseinandersetzungen in Kalandia seien Steine und Molotow-Cocktails auf die israelischen Truppen geschleudert worden, berichtete die Armee. Auf israelischer Seite habe es keine Verletzten gegeben. Die Palästinenser behaupteten, Mahmud Adman sei nur ein unbeteiligter Zuschauer auf dem Dach seines Hauses gewesen.

In Kalandia kommt es immer wieder zu Zwischenfällen und gewalttätigen Krawallen. Im August 2013 kamen dort drei Palästinenser ums Leben und mehr als ein Dutzend wurden verletzt, als israelische Soldaten angegriffen wurden und sich zur Wehr setzten. Der Vorfall führte zu internationalen Verwicklungen und beeinträchtigte die damals laufenden Friedensgespräche zwischen Israelis und Palästinensern.

Am 25. Juli 2014 starben in Kalandia zwei Palästinenser, nachdem israelische Truppen eine große Razzia am Kalandia-Kontrollpunkt (Foto) durchgeführt hatten und dabei unter Beschuss geraten waren. Seither war es an diesem Krisenherd relativ ruhig geblieben.

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