„Wir sind Brüder!“- Netanjahu applaudiert christlichen Soldaten

Dienstag, 16. Dezember 2014 |  Ryan Jones

Premierminister Benjamin Netanjahu hat bei einer vorweihnachtlichen Versammlung von Christen in Nazareth betont, dass Christen und Juden brüderlich vereint seien. Israel werde niemals damit aufhören, Christen vor jeglicher Verfolgung und Bedrohung zu schützen. Die Versammlung war von der christlich-israelischen Rekrutierungs-Vereinigung organisiert worden. Deren geistliches Oberhaupt,Vater Gabriel Naddaf, war vor kurzem von Netanjahu besonders gelobt worden.

Grund dafür sind die Bemühungen des griechisch-orthodoxen Geistlichen, junge Christen mit arabischer Muttersprache für die israelische Armee zu begeistern und sie somit in die Gesellschaft zu integrieren.

„Am 1. Dezember brachte ich meinen eigenen Sohn Avner zum Rekrutierungs-Büro in Jerusalem. Er meldete sich freiwillig als Soldat für eine Kampfeinheit der israelische Armee. Am nächsten Tag brachte Vater Naddaf seinen Sohn Jubran zum Rekrutierungsbüro in Tiberias, und er meldete sich ebenfalls freiwillig als Kampfsoldat,“ berichtete Netanjahu unter großem Applaus.

„Wir sind Brüder!“ rief der Premierminister „Wir sind Partner! Christen und Juden und Drusen und Muslime, die gemeinsam den Staat Israel verteidigen.“

An eine Gruppe von christlichen Soldaten gewandt sagte Netanjahu während er Veranstaltung: „Wir sind Waffenbrüder. Ich unterstütze sie in ihren Bemühungen, gleichwertige Partner zu sein, wenn es darum geht, diese Nation mit zu tragen und zu verteidigen.“ Er fügte hinzu, dass es für arabisch sprechende Christen nicht immer einfach sei, sich zu Israel zugehörig zu fühlen. Aber er versprach: „Wir werden euch dauerhaft beistehen, gegen alle, die euch hassen“.

Netanjahu hob hervor, dass Israel der einzige Platz im Nahen Osten sei, wo Christen einen sicheren Hafen finden. „Christen leiden im Nahen Osten“, erklärte der israelische Regierungschef und bezog sich dabei auf „das Schrumpfen und Verschwinden von ganzen christlichen Gemeinden, Gemeinden, die tausende von Jahren Bestand hatten, seit der Geburt des Christentums, Gemeinden, die auf einen Schlag ausgelöscht wurden. Brutal und grausam.“

Netanjahu beharrte darauf, dass alle, die einem Palästinenserstaat unter der wahrscheinlichen Führung der Hamas zuarbeiten, „die erwartete Situation mit Israel vergleichen müssen, dem einzigen Staat in der Region, wo die Zahl der Christen wächst.“

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