EILMELDUNG: Zwei Raketen auf den Golanhöhen eingeschlagen

Dienstag, 27. Januar 2015 |  NAI-Redaktion

Auf den von Israel kontrollierten nördlichen Golanhöhen sind am Dienstag zwei Raketen eingeschlagen. Sie wurden von syrischem Gebiet aus abgeschossen. Die Bewohner wurden durch Luftalarm-Sirenen gewarnt, es gab keine Verletzten oder Sachschäden. Die israelische Armee schoss zurück, etwa 20 Granaten wurden abgefeuert. Angesichts der angespannten Lage ordneten die israelischen Behörden die sofortige Schließung und Evakuierung des Skigebiets am Berg Hermon an.

Rund 1000 Skifahrer mussten das Wintersportgebiet verlassen. Die Polizei riegelte zeitweise die Zufahrtsstraßen zu den Golanhöhen ab. Die Bewohner des Kibbuz Maron Golan wurden aufgefordert, in der Nähe ihrer Schutzräume zu bleiben. Landwirte dürfen vorläufig nicht auf ihre Felder.

Der Raketenbeschuss erfolgte wenige Tage nach einem Luftangriff auf Stellungen der Hisbollah-Miliz, bei dem mehrere Kommandeure und ein iranischer General getötet worden waren. Augenzeugen berichteten, der Angriff sei von israelischen Kampfdrohnen ausgeführt worden. Die Hisbollah kündigte daraufhin einen Vergeltungsschlag an. Die israelische Armee hat deshalb in den vergangenen Tagen ihre Präsenz im Norden des Landes verstärkt (Foto).

Während des syrischen Bürgerkriegs waren schon mehrfach Geschosse in Israel eingeschlagen, die sich aber nicht gegen den jüdischen Staat richteten, sondern ihr eigentliches Ziel verfehlt hatten. In einer ersten Stellungnahme erklärte Armeesprecher Peter Lerner jedoch, man gehe dieses Mal nicht von einem irrtümlichen Beschuss aus.

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