Palästinensischer Brandbomben-Werfer von Soldaten erschossen

Sonntag, 1. Februar 2015 |  NAI-Redaktion

Ein 19 Jahre alter Palästinenser wurde am Samstagabend von israelischen Soldaten erschossen, als er im sogenannten Westjordanland einen Brandsatz auf ein Auto werfen wollte. Der Vorfall ereignete sich in Yitzhar, südlich von Nablus. Ein Komplize des Attentäters erlitt einen Schuss ins Bein und wurde nach kurzer Verfolgungsjagd festgenommen. Die Armee hatte Spezialkräfte an der Straße stationiert, weil es dort in den vergangenen Wochen Dutzende von Angriffen mit Steinen und Brandbomben auf jüdische Fahrzeuginsassen gegeben hatte.

Nach Armeeangaben hatten die Soldaten Anweisung, auf jeden zu feuern, der andere Menschen durch Brandbomben gefährdet.

Die israelischen Behörden entschlossen sich zu einer härteren Gangart, nachdem ein elf Jahre altes jüdisches Mädchen im Dezember bei Nablus sehr schwere Verbrennungen erlitten hatte. Zwei palästinensische Teenager hatten einen Brandsatz in das Auto ihres Vaters geworfen, das Mädchen erlitt Verbrennungen dritten Grades am ganzen Körper. Die Militärstaatsanwaltschaft hat gegen die geständigen Täter Anklage erhoben.

Der Vorsitzende des Regionalrates in Samaria, Gershon Mesika, lobte das jüngste Vorgehen der Soldaten: „Sie haben angemessen reagiert. Leider mussten wir die Erfahrung machen,welch schreckliche Folgen Steine und Brandsätze haben können, die im Namen des Terrors geworfen werden.“

Arabische Medien kritisierten, dass die israelische Armee sich weigerte, den Leichnam des Getöteten sofort dem palästinensische Rettungsdienst zu übergeben. Zudem sei es den palästinensischen Sanitätern nicht erlaubt worden, sich um den verletzten zweiten Attentäter zu kümmern.

Die Armee hat am Wochenende offenbar noch weitere Terrorangriffe verhindert. An der Gazagrenze wurden in der Nacht zum Samstag drei Araber verhaftet, die illegal nach Israel eindrangen und Messer dabei hatten. Am Tag zuvor gingen den Sicherheitskräften zwei Männer ins Netz, die vom Gazastreifen aus die Sicherheitsbarriere überwunden hatten. Sie waren, bewaffnet mit drei Granaten, einem Messer und einem Schraubenzieher, in die Nähe eines Kibbuzes gelangt.

Foto: Archiv

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