Terroranschläge in Taba und im Sinai

Freitag, 8. Oktober 2004 | 
Obwohl Israels Sicherheitsbehörden vor zwei Wochen warnten, dass Israelis nicht in den ägyptischen Sinai reisen sollten, weil dort akute Terrorgefahr bestehe, zogen 30.000 Israelis zum siebentägigen Laubhüttenfest in den Sinai. Gestern Abend um 22 Uhr explodierte neben dem Taba Hilton-Hotel, das gleich hinter der ägyptischen Grenze bei Eilat liegt, eine Autobombe. Taba ist durch sein Spielcasino bekannt und wird deswegen leider von vielen Israelis besucht. Durch die Explosion brachen Teile des Hotels zusammen, wodurch nach letztem Stand 17 Menschen getötet und etwa 122 verletzt wurden. Wie viele davon Israelis sind, ist nocht nicht klar, jedoch soll der Hauptteil der Hotelgäste Israelis gewesen sein. 19 Israelis werden noch vermisst. Innerhalb zwei Stunden explodierten auch in Nueba am Roten Meer und bei Ras al-Satan, die ebenfalls für Israelis beliebte Ferienorte sind, weitere Sprengsätze, wobei zwei Israelis in letzterem Ort umkamen. Zwei islamische Terrorgruppen erklärten sich für die Terroranschläge verantwortlich. Zuerst wurde der Grenzübergang nach israel geschlossen, jedoch kurze Zeit später geöffnet, um israelische Rettungswagen nach Taba fahren zu lassen, um die Verwundeten nach Eilat zu holen, das nur wenige Minuten vom Unglücksort entfernt liegt. Daraufhin verließen über Nacht tausende Israelis fluchtartig Ägypten, weil sie nun realisierten, dass die Terrorwarnung echt war. Es sollen noch weitere Menschen unter den Trümmern des Hotels liegen. Bei Ras-al-Satan wurden zwei Israelis getötet.

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