Israel friert Verteidigungsdialog mit USA ein

Donnerstag, 25. Juni 2015 |  NAI Redaktion

Die Beziehungen zwischen Israel und seinem langjährigen Verbündeten, den USA, erreichen einen weiteren Tiefpunkt. Bei einem Treffen Beamter des israelischen Verteidigungsministeriums und des Außenministeriums im Büro des Premierministers wurde beschlossen den Dialog mit der USA über Hilfsgelder für die Verteidigung vorerst einzufrieren.

Diese Maßnahme soll mindestens bis Ende der Nuklearverhandlungen der Westmächte mit dem Iran in Kraft bleiben.

Beamte erklärten dem Nachrichtenportal Walla, dass zunehmende Spannungen zwischen dem Weißen Haus und Premierminister Netanjahu zu diesem Schritt geführt hätten. Es werden demnach bis auf weiteres keine Anfragen nach Verteidigungsmitteln von Israel nach Amerika gestellt, denn man will in Israel die Ergebnisse der Verhandlungen abwarten, um seine Wünsche einer möglicherweise neuen im Nahen Osten Realität anpassen zu können.

Andere Stimmen sagten jedoch, dass die Gespräche bis zu den Neuwahlen im Jahre 2017 eingefroren bleiben sollen, wenn Barack Hussein Obama, der in Israel nicht als Freund gesehen wird, sein Amt niederlegen wird.

Kritik am Nuklear-Deal mit dem Iran wird mittlerweile auch in den Reihen der demokratischen Partei Obamas laut. Eine Gruppe von Sicherheitsexperten und Diplomaten, unter ihnen auch ehemalige Berater Obamas, haben dem Präsidenten einen Brief geschrieben, in dem sie vor dem sich abzeichnenden Nuklearabkommen warnen.

In Israel ist man zwar über die Entwicklungen im Iran und den USA besorgt und versucht diese auf diplomatischem Weg zu verbessern, aber man ist sich auch über die eigene militärische Stärke bewusst und wird im Notfall wissen, was für das nationale Überleben zu tun ist.

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