Goliaths riesiges Tor gefunden

Freitag, 7. August 2015 |  David Lazarus

Eine Expedition der Bar-Ilan Universität hat Befestigungsanlagen und ein Eingangstor von gigantischen Ausmaßen der biblischen Stadt Gath Philister, wo der Goliath gelebt hat, entdeckt. Das außergewöhnlich große Tor hat bestimmt ausgereicht, um den berühmten Giganten durchzulassen, auch wenn er nie von seinem Treffen mit David zurückkehrte.

Zur Zeit des „Vereinigten Königreichs“ Israels, im 10. und 9. Jahrhundert v.Chr., war Gath die größte Stadt des Landes. Die Stadt befindet sich in der Schefela (Hügelland zwischen dem Bergland Judäas und der Mittelmeer-Küstenebene), zwischen Jerusalem und Aschkelon, in Zentralisrael.

Prof. Meir Ettinger von der Abteilung der Israelstudien und Archäologie erklärte, das Tor sei eines der größten, die je in Israel gefunden wurden und verdeutliche den Status und Einfluss von Gath während dieser Periode.

Unter den Gebäuden, die in der Stadt entdeckt wurden, befindet sich eine Produktionsstätte für Eisen, die durchaus groß genug war, Waffen zu produzieren, die denen in der biblischen Beschreibung entsprechen. Die Stadt wurde etwa im Jahre 830 v.Chr. von Hazel, dem König von Damaskus, erobert und zerstört.

Das Tor von Gath war so beeindruckend, dass es in 1. Samuel 21, in der Erzählung über die Flucht Davids vor Saul nach Achisch, wo der König von Gath residierte, erwähnt wird.

Heute ist Gath einer der größten archäologischen „Tels“ (Hügel) in Israel mit unzähligen archäologischen Artefakten und Gebäuden. Die Gegend dort war seit Jahrtausenden, bis heute, immer von Menschen besiedelt.

Andere signifikante Funde des Ortes sind Überreste eines Erdbebens im 8. Jahrhundert v. Chr., das im Buch Amos 1:1 erwähnt wird. Es wurden dort auch die ältesten Inschriften der Phillister entdeckt, die zwei Namen erwähnen, die wie Goliath klingen. Weiterhin wurden viele Waffen der Phillister gefunden, zusammen mit Hinweisen auf die Eroberung und Zerstörung der Stadt durch König Hazel, wie in Könige 12:18 berichtet wird. Auch Hinweise auf eine Besiedlung des Gebiets durch die Kanaaniter im 12. Jahrhundert v.Chr. wurden dort ausgegraben.

Und es geht noch weiter mit der Geschichte über den Giganten...

Die Bibel beschreibt, dass David fünf glatte Steine auswählte, als er gegen Goliath antrat (1. Samuel 17:40). Dachte er, dass er mit dem ersten Stein nicht treffen würde? Dachte er, dass Goliath ihm Zeit geben würde, sollte dies passieren?

Wir wissen, dass Goliath vier riesige Brüder hatte, die „Herren der Phillister“ genannt wurden (Josua 13:3). Als David auszog, um den zu groß geratenen Phillister zu bekämpfen, wusste er, dass er es auch mit seinen großen Brüdern zu tun haben wird. Die vier Phillister erschienen auch wirklich, nur um von David und seinen Männern besiegt zu werden (Samuel 21:22).

David verstand, dass er nur dann einen wirklichen Sieg erringen konnte, wenn Israel die Giganten vollständig aus dem Land vertreibt. Man kann nicht nur eine Festung des Gegners einnehmen, sondern muss seine Sache bis zum Ende durchziehen. Besser, man wirft den ersten Stein erst gar nicht, wenn man nicht darauf vorbereitet ist, die darauffolgenden Schlachten zu führen.

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