Israelische Soldaten zeigen Mitleid

Montag, 19. Oktober 2015 |  IH-Redaktion

Im Internet und in den Printausgaben der israelischen Zeitungen sind Fotos von israelischen Soldaten zu sehen, die Mitleid mit der palästinensischen Bevölkerung zeigten. In den engen Gassen der Jerusalemer Altstadt gab der israelische Grenzpolizist Liél Kadosch (20) einer palästinensischen Mutter und ihrem Baby, die um Geld bettelte, sein warmes Mittagessen. Es war seine Mutter Eti, die in der WhatsApp- Gruppe der Familie dieses Foto zu sehen bekam und es wegen der humanen Botschaft schließlich veröffentlichte.

„Im Schatten der Spannungen, der Auseinandersetzungen, der Kriege und der zahlreichen Terroranschläge ist auch dieser Moment wichtig“, schrieb Kadosch später auf seiner Facebook-Seite.

In einem anderen Fall im Süden Israels sah der israelische Soldat Eviatar Ofri, wie ein Palästinensermädchen außerhalb seines Stützpunktes nach Essen suchte. „Ich habe heute ein 10-jähriges Mädchen getroffen, eine Araberin, die mit ihren zwei Eseln im Müll nach Essen suchte“, schrieb Ofri ebenso auf Facebook. „Ich sah, dass sie nichts fand. Sie lief barfuß, war dreckig gekleidet, wildes Haar, aber dennoch ein frohes Gesicht. Ich bin zu ihr gegangen und habe sie nach ihrem Namen gefragt. Ranin heißt sie. Ich bat sie zu warten, rannte zurück zur Basis und brachte ihr Cornflakes. Ihr Lächeln versüßte mir den Tag. Dieses kleine Mädchen in der Wüste hat mich erneut daran erinnert, dass wir alle Menschen sind, und das kommt vor Herkunft, Religion, Rasse und Geschlecht“, fügte Ofri seinem Kommentar hinzu. Er stammt aus der jüdischen Siedlung Efrat, zwischen Bethlehem und Hebron. „In jedem Konflikt müssen wir unsere Menschlichkeit bewahren.“

Für viele Menschen im Ausland wird es unverständlich sein, dass ein jüdischer Siedler und zugleich Soldat gegenüber Palästinensern menschliche Gefühle zeigt. Aber solch ein Verhalten ist nichts Neues und nichts Seltsames, sondern ist heute dank der neuen Technologien und der Sozialen Netzwerke viel häufiger zu sehen. Die betroffenen Palästinenser haben damit sicherlich einen anderen Eindruck von israelischen Soldaten gewonnen. Diejenigen, die Israel hassen, werden diese Gesten ignorieren oder negativ interpretieren.

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