Israel wahrscheinlich hinter Tötung von Erzterrorist

Montag, 21. Dezember 2015 |  NAI Redaktion

Israel wird von israelischen und arabischen Medien für den Tod von Samir Kuntar durch einen Luftangriff bei Damaskus verantwortlich gemacht. Der Terrorist, der im Jahr 2008 durch einen Gefangenenaustausch aus einem israelischen Gefängnis frei kam, betrat im Jahre 1979 Israel durch den Libanon, brachte dann zuerst einen Polizisten in der nördlichen Küstenstadt Naharia um, bevor er den Zivilisten Danny Haran und seine vierjährige Tochter Einat zum Strand entführte, wo er beide auf brutalste Weise ermordete.

Dannys Ehefrau Smadar Haran gelang es, sich vor Kuntar und seiner Terrortruppe zu verstecken, aber beim Versuch, ihre zweijährige Tochter vom Schreien abzuhalten, erstickte sie die kleine Yael.

Kuntars Freilassung 2008 sorgte für heftige Proteste in Israel, und sein Empfang im Libanon als Held brachte die Bürger des Landes nur noch mehr auf. Seinerzeit sagte der damalige Präsident Schimon Peres, dass Kuntar weder vergessen, noch ihm vergeben werde und ein namentlich nicht genannter Militäroffizier versprach, es werde ihm noch Gerechtigkeit widerfahren.

Smadar Haran sagte zur israelischen Presse, dass Regierungsbeamte sie Sonntagmorgen um 4.00 Uhr angerufen und erklärt hatten, dem Mann, der ihre Familie zerstört hatte, sei endlich „historische Gerechtigkeit“ zuteil geworden.

Der Luftangriff wurde von israelischen Beamten und Militärs gutgeheißen, auch wenn niemand direkt zugeben wollte, wer dahinter steckte. Die Eliminierung Kuntars wurde auch von syrischen Rebellengruppen begrüßt, die Israel direkt ihren Dank ausdrückten.

„Danke Israel,“ schrieb der syrische Oppsitionelle Omar Alzoubi-Daraa auf Twitter. „Der Terrorist Samir Kuntar und weitere terroristische Hisbollah-Führer wurden durch israelische Luftangriffe getötet. Welch schöne Arbeit!“

Hisbollah, die Mutterorganisation Kuntars, bedauerte seinen Tod und nannte ihn einen Märtyrer.

Ein interessanter Aspekt der Aktion Kuntar besteht darin, dass die Hisbollah mit dem syrischen Regime verbündet ist und dieses wiederum mit Russland. Aufgrund Russlands zahlreicher Präsenz in Syrien muss Israel seine Luftangriffe mit Moskau koordinieren, was bedeutet, dass Russland für die Eliminierung Kuntars, trotz seines Bündnisses mit der Hisbollah, grünes Licht gegeben hat.

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