Wiederholt antichristliche Graffitis in Jerusalem

Sonntag, 17. Januar 2016 |  NAI Redaktion

Wieder wurde die Wand der Dormitio-Abtei auf dem Jerusalemer Zionsberg mit antichristlichen Parolen beschmiert: „Tod den Christen, den Feinden Israels“ (siehe Bild) und „Die Rache Israels wird noch kommen“. Heute Morgen (Sonntag) haben israelische Polizisten die Graffitis auf zwei Wänden in der Jerusalemer Altstadt entdeckt, einmal auf der Kirchenwand und anderswo auf der Wand eines Hospizes. Der Kirchensprecher teilte den israelischen Medien mit, dass es sich erneut um Vandalismus gegen Christen im Heiligen Land handle. „Über Nacht wurden nicht nur Graffitis gegen Jesus Christus auf die Wände geschmiert, sondern diese rufen dazu auf, Christen zu töten oder in die Hölle zu schicken (Asasel). Wie lange wird das noch so weitergehen?“

In den letzten Jahren wurden mehrfach Kirchen mit Graffitis beschmiert oder sogar in Brand gesetzt, darunter auch die Dormitio-Abtei. Im Land wurde diese Art Angriffe auf Christen von der israelischen Regierung heftig kritisiert. Wiederholt verlangen die Kirchen im Land, dass sich Israel mehr darum bemühen sollte, die verantwortlichen Schänder vor Gericht zu bringen. Regierungschef Benjamin Netanjahu betonte mehrfach, dass er dies nicht dulden, sondern Israels Sicherheitsapparat beauftragen werde, die Verantwortlichen um jeden Preis ausfindig zu machen. Der israelische Sicherheitsdienst geht davon aus, dass es sich dabei um eine Splittergruppe der radikalen Hügeljugend handelt, die keine fremden Religionen im Land dulden. Gegenüber der orthodoxen Webseite Haredim10, die ebenso diese Art Vergehen gegen Nichtjuden kritisierte, betonte Israels arabischer Knessetabgeordnete Achmed Tibi, dass es sich um ein religiöses Hass-Verbrechen handle. „Seit Jahren werden Kirchen und Priester in Jerusalem belästigt und die Regierung unternimmt nichts.“ Aus den Talkbacks unterhalb der Meldungen auf den israelischen Webseiten ist zu entnehmen, dass sich die Mehrheit der israelischen Bürger dafür schämen, was auch wiederholt im israelischen Rundfunk zum Ausdruck kam.

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