Pessach ist zuende – Israel feiert Mimuna

Sonntag, 1. Mai 2016 |  Nai-Redaktion

Gestern Abend ging das Pessachfest zuende, was das Startzeichen für den Sturm auf die Bäckereien war, um nach einer Woche wieder gesäuertes Brot und andere Backwaren essen zu können. Mit dem Ende des Pessach begannen in vielen Häusern die Mimuna-Feiern, ein ursprünglich von Juden marokkanischer Abstammung gefeiertes Fest, wo es üblich ist, das Haus für zahlreiche Gäste zu öffnen. Dabei werden jüdisch – marokkanische Köstlichkeiten angeboten, wie zum Beispiel die Mufleta, ein Crepe ähnliches Gebäck, was oft mit Honig serviert wird.

Mittlerweile wird die Mimuna nicht nur von Juden marokkanischer Abstammung gefeiert und hat sich zu einem Fest für alle entwickelt. Am Tag der Mimuna sind die öffentlichen Parks mit vielen Besuchern gefüllt, die dort ein Picknick machen und den Tag feiern.

Auch die israelischen Politiker benutzen diesen Tag gerne, um sich der Öffentlichkeit zu zeigen. Premierminister Benjamin Netanjahu und seine Ehefrau Sarah waren zu Gast bei Familie Dahan in Yavne, die mehr als 2000 Gäste eingeladen hatte. Netanjahu sagte, man habe die Festtage dank dem Einsatz der Soldaten und der anderen Sicherheitskräfte friedlich verbringen können. Auch die Regierung unter Führung der Likud-Partei hätte ihren Teil dazu beigetragen, dass Israel ruhige Feiertage gehabt hätte, sagte er weiter.

Der israelische Staatspräsident Reuven (Rubi) Rivlin war zu Gast im Hause von Nurit und Pinni Sabach in der Stadt Ashkelon. Der Präsident segnete die anwesenden Gäste und die Gastgeber mit dem traditionellen Segensspruch Tirbechu U'Tes‘adu (Fühl dich zu Hause und iss gut). „Die Mimuna hat sich zu einem nationalen Fest für alle verwandelt. Es ist ein Tag, der viele Menschen verbindet mit der Freude des Festes und dem Neuanfang, symbolisiert durch den Frühling. Dieses Gefühl des Zusammenseins sollten wir auch in unseren Alltag mitnehmen, nicht nur in guten Zeiten, sondern auch an schlechteren Tagen", sagte der Präsident.

Möchten Sie mehr Nachrichten aus Israel erhalten?
Klicken Sie hier um den KOSTENLOSEN täglichen Newsletter per Email zu erhalten.