Palästina statt Israel - Israel von Landkarte verschwunden

Montag, 2. Mai 2016 |  NAI Redaktion

Achmed Tibi, Abgeordneter der arabischen Partei Vereinte Liste, sprach gestern auf einer Veranstaltung der amerikanisch-palästinensischen Gesellschaft in Kalifornien. Die Veranstaltung hatte die Überschrift: "Ein Palästinenser in der Knesset - Identität, Gleichheit und Rechte für Palästina."

In der Anzeige für das Ereignis ist das Bild Tibis zu sehen und neben ihm eine Karte mit den Umrissen Israels, vollständig in Grün gefärbt, der Farbe der palästinensischen Fahne. Von Israel keine Spur. Umrahmt wird die Karte von der amerikanischen und palästinensischen Fahne und einem Bild des Felsendoms.

Achmed Tibi unterstützt in öffentlichen Diskussionen normalerweise die Zwei-Staaten-Lösung in den Grenzen von 1967. Aber dieses Mal, wenn man die Anzeige für seinen Auftritt in Kalifornien betrachtet, bekommt man einen anderen Eindruck. Israel ist von der Karte verschwunden und Palästina befindet sich auf den Gebieten von 1948.

Hinter welcher Lösung steht Knesset Abgeordneter Achmed Tibi nun?

Ein Sprecher von Achmed Tibi sagte: "Der Knesset Abgeordnete Tibi sprach vor Mitgliedern der amerikanisch-palästinensischen Gesellschaft. Wir bestimmen nicht, mit welchen Mitteln die einladende Gesellschaft für diese Veranstaltung wirbt und in welcher Farbe sie ihre Heimat darstellen. Heimat und Staat sind zwei unterschiedliche Dinge."

Weiter erklärte der Sprecher: "In seiner Rede erklärte Achmed Tibi, dass er und seine Partei die Zwei-Staaten-Lösung unterstützen. Benjamin Netanjahu ist derjenige, der diese Lösung tagtäglich durch immer neue Siedlungen kaputt macht und damit das Leben der Palästinenser schwarz färbt. Wer zu der Situation eines Zwei-Völker-Staates führt, sind Netanjahu und die Rechten in Israel. Bitte sagt uns Bescheid, wann Netanjahu bereit ist, die Grenzen des Staates festzulegen."

Die Knesset-Abgeordnete der Likud Partei, Anat Berko, sagte, dass Achmed Tibi sich immer wieder der israelischen Öffentlichkeit als Freund und Kumpel zeige. "Leider kaufen viele ihm diesen Bluff ab. Vor den Palästinensern zeigt er aber ein ganz anderes Gesicht", sagte sie weiter.

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