Lebenslängliche Freiheitsstrafe für Mörder von Mohammad Abu Khdeir

Mittwoch, 4. Mai 2016 |  NAI Redaktion

Das Jerusalemer Bezirksgericht hat gestern das Urteil für den Hauptangeklagten des Mordes an dem 16 jährigen Palästinenser Mohammad Abu Khdeir verkündet. Der Angeklagte, Josef Ben David, wurde zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt. Für die Entführung des Opfers erhiehlt Ben David eine zusätzliche Gefängnisstrafe von 20 Jahren, so dass er frühestens nach 45 Jahren aus der Haft entlassen werden kann. Im November 2015 wurden zwei ebenfalls am Mord beteiligte und zur Zeit der Tat noch minderjährige Jugendliche zu langen Freiheitsstrafen verurteilt.

Noch vor dem Urteilsspruch entschuldigte sich der Verurteilte und bat die Familie des Opfers um Verzeihung. "Alles, was geschah, war nicht unter meiner Kontrolle, ich entschuldige mich und bitte um Verzeihung", sagte er. Er hätte in seiner Vergangenheit bei der staatlich anerkannten Rettungsorganisation ZAKA gearbeitet und wäre dabei Zeuge von zahlreichen Terroranschlägen gewesen, sagter er weiter. "Was geschehen ist, passt nicht zu mir, ich bitte um Verzeihung."

Nach der Verkündigung des Urteils gab es Zwischenrufe der Famile von Abu Khdeir. Der Verurteilte wurde als Mörder und Rassist beschimpft.

Die Entführung und der Mord an Mohammad Abu Khdeir ereignete sich am Abend des 2.Juli 2014. Josef Ben David und zwei Jugendliche entführten Abu Khdeir in der Nacht nach der Beerdigung der drei jüdischen Jugendlichen Eyal Yifrach, Gilad Shaar und Naftali Fraenkel, die von arabischen Terroristen entführt und ermordet worden waren. Der Mord an Abu Khdeir sollte ein Racheakt sein. Abu Khdeir wurde in einen Wald bei Jerusalem gebracht, wo er dann von den Tätern lebendig verbrannt wurde.

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