Führer des nördlichen Zweigs der Islamischen Bewegung beginnt Gefängnisstrafe

Dienstag, 10. Mai 2016 |  NAI Redaktion

Raed Salah, der Führer des nördlichen Zweigs der Islamischen Bewegung, hat am Sonntag seine 9 Monate lange Gefängnisstrafe angetreten. Salah wurde wegen Aufhetzung zur Gewalt und Rassismus während einer im Jahre 2007 in Ostjerusalem gehaltenen Rede im Oktober 2015 zunächst zu einer Freiheitsstrafe von 11 Monaten verurteilt. Im April dieses Jahres wurde seine Strafe auf 9 Monate verkürzt.

Der nördliche Zweig der Islamischen Bewegung wurde im November 2015 von Israel verboten. Dies hatte das Sicherheitskabinett beschlossen. Der Bewegung werden Hetzte und Anstiftung zu Gewalt vorgeworfen. Auch wird Salah und seine Bewegung beschuldigt, verantwortlich für die im Oktober 2015 begonnene Welle der Gewalt zu sein, nachdem Salah zur Gewalt aufrief unter dem angeblichen Vorwand, die Al-Aqsa Moschee auf dem Tempelberg sei in Gefahr.

Hunderte von Freunden und Anhänger kamen am Sonntag zum Haus von Raed Salah, um ihn auf seinem Weg zum Gefängnis zu unterstützen. Auch Knesset-Abgeordenete der Arabischen Liste waren anwesend. Fernsehstationen wie al-Jazeera und andere arabische Sendern berichteten ausserhalb des Hauses.

Salah erklärte beim Verlassen seines Hauses: "Wir werden al-Aqsa niemals aufgeben. Ich danke allen, die gekommen sind, um mich zu unterstützen und rufe sie auf: Schützt die Moschee!" In seiner Rede griff er Ministerpräsident Netanjahu an und beschuldigte ihn, verantwortlich für die Angriffe auf die islamischen Bewegungen zu sein. Es sei ein barbarischer Akt, der viele islamische Bewegungen und die politische Führung der israelischen Araber schaden werde.

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