Ohads Reise in seine wiedergewonnene Unabhängigkeit ...

Mittwoch, 11. Mai 2016 |  NAI Redaktion

Als wir zum ersten Mal von Ohad Ben Yishai berichteten, war er in einem sehr schwierigen Zustand. Er war der am schlimmsten verletzte Soldat der Operation „Starker Fels“ im Sommer 2014. Seine Geschichte hätte eigentlich anders enden sollen. Seine Erinnerungsvermögen war sehr beeinträchtigt, auch sprechen konnte er nicht sehr gut und mit Laufen war auch nichts drin. Es war fast so, also ob er alles von Neuem erlernen musste. Sein Glück war, dass seine Familie fest entschlossen war und sich weigerte einfach aufzugeben, und so begannen sie den Kampf um das Leben ihres Sohnes.

Heute, fast zwei Jahre nach der Verletzung, beginnt er den Erfolg dieses Kampfes zu spüren. Er hat sich zwar noch nicht vollständig erholt und hat noch einen langen Weg vor sich, aber der bisherige Heilungsvorgang entwickelte sich viel besser als man vorher erwartet hatte.

Während des letzten Pessach-Festes reiste Ohad nach Nepal. Der Höhepunkt der Reise war für ihn dort mit seinen Kameraden von der Golani-Infanterieeinheit, in der er diente, zusammenzutreffen, die sich im Urlaub in Thailand befanden. Es ist Tradition dieser Einheit, dass jede Einzugsgruppe nach dem Abschluss des Pflichtdienstes eine gemeinsame Reise plant. Trotz seiner Verletzung waren seine Freunde nicht bereit ohne ihn zu fahren. Ohad feierte den traditionellen Seder-Abend mit seiner Familie und Freunden in Thailand, auf der Insel Ko Samui. Viele Israelis, die an diesem Seder-Abend teilnahmen, waren sehr begeistert als sie herausfanden, dass Ohad das Fest mit ihnen zusammen feiert und er wurde mit viel Liebe und Anerkennung aufgenommen.

Diese Reise war nicht so einfach, denn Ohad ist noch nicht wieder selbstständig und kann viele Dinge nicht alleine machen. Seine Freunde weigerten sich die Tradition zu brechen und akzeptierten nicht, dass sie ohne ihn fliegen sollten und so wurde die ganze Familie engagiert und zusammen machten sie das Unmögliche möglich.

Es gibt kein Fest, dass die Freiheit mehr feiert als das Pessach-Fest, und da gibt es gar keinen Zweifel, dass Ohads lange Reise ihn immer näher dahin bringt, was er sich am meisten wünscht, unabhängig und frei zu sein.

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