Israel Heute Morgen

Montag, 5. Juni 2017 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Die Sonne scheint im ganzen Land. Ab morgen wird es jeden Tag noch ein bisschen wärmer. Ich denke, es wird nicht mehr lange dauern und ich werde den Winter vermissen. Ich mag ja den Sommer, aber nicht, wenn es zu warm ist. Dann wird es unangenehm, besonders in der Nacht. Unsere Klimaanlage ist wirklich eine tolle Sache, aber je heißer es wird , desto höher fällt auch die Stromrechnung aus. Dann macht der Sommer viel weniger Spaß. Aber gut, Israel ist ein heißes Land im Sommer. Und wenn man dann an den Strand geht, macht es ja auch Spaß.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter ohne bedeutende Veränderung der Temperaturen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 29 Grad, Tel Aviv 27 Grad, Haifa 26 Grad, Tiberias am See Genezareth 36 Grad, am Toten Meer 37 Grad, Eilat am Roten Meer 39 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth liegt bei -213.135 m unter dem Meeresspiegel.

Heute sind unsere Zeitungen voll mit Berichten über den schrecklichen Anschlag von London.

Die heutigen Titelseiten - Maariv: Der Terror kehrte zurück nach Britannien, Israel Hayom: 18 Minuten des Grauens, Jediot Achronot berichtet vom Ort des Terrors.

Ich kann zu diesem grausamen Terroranschlag nichts mehr sagen. Aber es sollte klar sein, dass es so nicht weitergehen kann. Man kann nicht immer nur auf den nächsten Anschlag warten, denn das ist es, was wir momentan tun. Was das richtige Mittel für den Kampf gegen den Terror ist, ich weiß es nicht. Denn wie soll man diese sogenannten Einzeltäter fassen, bevor sie sich irgendwo in die Luft sprengen? ISIS hat die Verantwortung für den Anschlag übernommen, so wie sie es immer nach einem gelungen Anschlag tun. Doch oft sind es Einzeltäter, die sich mit dem Islamischen Staat identifizieren und erst nach der Tat rühmt sich ISIS. Die britische Premierministerin sagte, dass die Terrorgefahr nur durch eine militärische Aktion bekämpft werden könne. Es müsse etwas geschehen. Die Wahlen würden jedoch wie geplant stattfinden, der Alltag dürfe nicht durch den Terror bestimmt werden. Da hat sie auch Recht. Aber wie es nun weitergehen wird, das weiß jetzt noch niemand, denke ich.

Bei uns in Jerusalem sollen jetzt alle Autos, die in die Stadt fahren, durch besondere Kameras, die die Nummernschilder lesen können, erfasst werden. Das Ziel ist, dass man immer weiß, wer sich in der Stadt aufhält. Auch an den Hauptstraßen der Stadt sollen diese besonderen Kameras installiert werden, so dass jedes Fahrzeug, das sich in der Stadt aufhält, registriert wird. Diese Kameras haben den Namen LPR, sie haben bei uns den Namen "Adlerauge" bekommen, da sie die Nummernschilder der Autos lesen und registrieren können. Ob das nun wirklich die Terrorangriffe verhindern kann, da bin ich persönlich noch skeptisch. Ein großer Teil der Terroristen, die in Jerusalem Anschläge verübt haben, kam von außerhalb der Stadt, aber was ist mit den in der Stadt lebenden potentiellen Terroristen? Wie will man die Bewegung aller Bewohner der arabischen Stadtteile, der Altstadt, kontrollieren? Die Jerusalemer Altstadt ist ja schon jetzt mit Hunderten von Sicherheitskameras bestückt und dennoch kommt es immer wieder zu Messerattacken. Aber ich sollte unseren Sicherheitskräften vertrauen, sie kennen die Situation besser als jeder andere.

Ich würde ja gerne nur über schöne Dinge berichten, aber leider ist das eben nicht immer möglich. Unser zweiter Feind, der jedes Jahr über 300 Tote fordert, sind die Verkehrsunfälle. Nun wurde berichte, dass ein Drittel der Verkehrstoten Fußgänger sind. Die Israelische Behörde für Verkehrssicherheit hat jetzt eine neue Kampagne gestartet, um auf die Fußgänger aufmerksam zu machen. In einem Video werden die Fußgänger mit Familienmitgliedern verglichen, denn wenn sie zur Familie der Autofahrer gehörten, würden diese bestimmt am Zebrastreifen halten, um sie die Strasse überqueren zu lassen. Ob das nun helfen wird? Wir alle müssen uns den Gefahren im Verkehr viel mehr bewusst werden.

Das Video der Behörde für Verkehrssicherheit – Fußgänger sind wie unsere Familie

Und jetzt wünsche ich Ihnen einen angenehmen Pfingstmontag, fahren Sie vorsichtigt. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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