„Sollte Jerusalem fallen, so fällt Israel!“

Freitag, 9. Juni 2017 |  Tsvi Sadan

Bei jüdischen Hochzeiten pflegt der Bräutigam ein Glas zu zertreten, wobei er aus Psalm 137 rezitiert: „Vergesse ich dich, Jerusalem, so erlahme meine Rechte.“ Der Bruch des Glases gemahnt an die Zerstörung des Tempels. Die aphoristische Formel meint den Wiederaufbau der Stadt, den Tempel eingeschlossen.

Tatsächlich haben die Israelis gemischte Gefühle, wenn es um Jerusalem geht. Es gibt sogar welche, die die Stadt regelrecht hassen. Bis zur Wiedervereinigung 1967 war Westjerusalem eine vernachlässigte Grenzstadt mit 70.000 Einwohnern. Seither ist Jerusalem überdurchschnittlich gewachsen und zur größten Stadt Israels geworden. Trotz allem gibt es nach wie vor jene Israelis, die Jerusalem als „Giftkelch“ ansehen und jüdische Viertel wie Gilo im Süden oder Ramot im Norden, die nach 1967 entstanden, als „besetzte Gebiete“ betrachten.

Die Zwiespältigkeit gegenüber Jerusalem ist so alt wie der Zionismus. Theodor Herzl wünschte sich das Herz Jerusalems, den Tempelberg, als exterritorialen Ort unter jüdischer Obhut. Er wollte sogar einen Tempel neben der Moschee bauen. Zudem stellte er sich jüdische Viertel in der Altstadt vor.

Aber auch unter den Zionisten gab es immer verschiedenste Haltungen gegenüber der Stadt…

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