Messianische Präsenz in der Woche des hebräischen Buches verärgert Orthodoxe

Montag, 19. Juni 2017 |  NAI Redaktion

In der letzten Woche fand die Woche des hebräischen Buches statt, ein Ereignis, das die hebräische Literatur feiert.

In den Städten Jerusalem, Tel Aviv und Rishon LeZion wurden während dieser Woche Buchmessen eröffnet. Die Präsenz von messianischen Verlagen auf diesen Messen verärgerte jedoch orthodoxe Juden, die sich gegen eine Missionierung einsetzen.

Die aktivste der antimissionarischen Gruppen, Yad L´achim, beschwerte sich offiziell bei der Polizei, nachdem es den „HaGefen“ Verlag bei einer Buchmesse in Rishon Le Zion entdeckte.

HaGefen ist ein bekannter messianischer Verlag. Er bietet unter anderem eine Serie mit dem Titel „Das Testament“ an, das eine moderne Übersetzung der Bibel für israelische Jugendliche ist.

Yad L´achim argumentiert, dass dieses Buch „Hetze und eine Aufforderung an Minderjährige darstellt, zu konvertieren“.

Was Gruppen wie Yad L´achim am meisten stört ist, dass solche Bücher nicht als „christlich“ zu erkennen sind. Sie akzeptieren nicht, dass messianische Juden ein Teil des jüdischen Volkes sind.

„Unschuldige Kunden wissen nicht, dass solche Bücher den Übertritt zum Christentum propagieren“, hieß es in der Beschwerde von Yad L´achim.

HaGefen antwortete, dass es bereits seit 42 Jahren als Non-Profit-Organisation in Rishon Le Zion registriert ist. Es wies ebenfalls darauf hin, dass die Serie „Das Testament“ fast ausschließlich eine moderne Übersetzung der Bibel darstellt.

PHOTO: Präsident Reuven Rivlin und seine Frau Nechama besuchen die Woche des hebräischen Buches in Jerusalem. Photo by Mark Neyman/GPO

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