Israel Heute Morgen

Freitag, 19. Januar 2018 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Heute Nacht ist ein Sturm über uns hergezogen. Auch am frühen Morgen war der Himmel noch grau, fast schwarz, es regnete sehr stark und donnerte. In unserem Garten war ein „Turm“ von sechs Plastikstühlen durch die Stärke des Windes umgekippt worden, die Stühle lagen an verschiedenen Stellen auf dem Rasen. Ich hätte sie befestigen sollen. Gegen Mittag soll sic das Wetter beruhigen, das Wochenende soll wohl etwas kühl, aber sonst sehr angenehm werden. So können wir morgen wieder etwas in der Nachbarschaft spazoeren gehen, wie haben so viele schlne Parks hier. Und am Sonntag soll es dann wieder für die Jahreszeit zu warm werden. Aber keine Sorge, die nächste Regenwelle ist auch schon angesagt worden. Der Januar bringt uns endlich den ersehnten Regen.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Bis zum Mittag Regenschauer vom Norden bis zum nördlichen Negev, leichter Schneefall in den Bergen im Norden. Gefahr von Überflutungen im Süden und Osten. Für die Jahreszeit überdurchschnittlich kalt. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 7 Grad, Tel Aviv 15 Grad, Haifa 12 Grad, Tiberias am See Genezareth 15 Grad, am Toten Meer 17 Grad, Eilat am Roten Meer 17 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weiteren Zentimeter angestiegen und liegt jetzt bei -214.225 m unter dem Meeresspiegel.

Im Radio hörte ich heute früh ein Gespräch mit einem Bauern eines Kibbutzes. Er wurde gefragt, ob er jetzt zufrieden sei, jetzt, wo es endlich regnet. Natürlich wäre er es, dennoch sind starke Regenfälle binnen kurzer Zeit nicht so gut, viel Wasser würde verloren gehen, da die Erde nur eine bestimmte Wassermenge auf einmal aufnehmen könne. Früher seien die Winter ganz anders gewesen, da habe es in jedem Wintermonat immer mindestens sechs Regentage gegeben, das war gut für die Erde. Jetzt, erklärte der erfahrende Bauer, der schon als Viertklässler seinem Vater im Kibbutz auf dem Feld geholfen hatte, falle immer sehr viel Regen innerhalb weniger Tage. Und das sei nicht so gut. Schon seit 15 Jahren habe man keine normalen Winter mehr.

In Naharia im Norden reichten vorgestern 20 Minuten starke Regenfälle aus, um die Straßen unter Wasser zu setzen.

Ich frage mich, ob diese Veränderungen des Wetters etwas mit der Erderwärmung zu tun hat, über die immer gesprochen wird. Ich bin schon seit fast 30 Jahren in Israel und kann sagen, dass sich auch die Sommer sehr verändert haben. Früher gab es kaum Tage, an denen in Jerusalem Temperaturen von 35 Grad erreicht wurden, in den letzten Jahren war es kaum kühler als 35 Grad. Und hier in Modiin waren in den letzten Sommern Temperaturen von um die 40 Grad schon nichts besonderes mehr.

Am Ende des Gesprächs bat der Bauer, weiter für den Regen in Israel zu beten, denn besonders die Landwirtschaft braucht noch viel mehr Regen.

Draußen kommt gerade die Sonne wieder hervor, die Wolken verziehen sich und es regnet nicht mehr. Das Wochenende, der Shabbat, kann beginnen. Ich wünsche Ihnen eine angenehmes Wochenende und einen gesegneten Shabbat. Machen Sie es gut.

Shabbat Shalom aus Modiin!

Dov

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