Israel Heute Morgen

Donnerstag, 8. Februar 2018 |  Dov Eilon

Guten Morgen liebe Leser!

Die kleine winterliche „Hitzewelle“ hält auch heute an. Es soll sogar noch etwas wärmer werden. Besonders bei uns zuhause in Modiin, wo heute Höchsttemperaturen von 27 Grad erwartet werden, 27 Grad! Wir haben Februar. In Jerusalem und auch in Tel Aviv wird es heute nicht ganz so warm, aber 24 Grad sind doch auch ganz nett. Dieser Wintersommer wird noch bis zum Shabbat anhalten, dann werden Temperaturen von bis zu 30 Grad erwartet. Erst am Sonntag soll es sich dann wieder abkühlen, sogar ein paar Regentropfen hat man uns in Aussicht gestellt.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Teilweise bewölkt mit weiterhin überdurchschnittlich hohen Temperaturen. Am Vormittag starke nördliche Winde in den Bergen im Norden. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 24 Grad, Tel Aviv 24 Grad, Haifa 23 Grad, Tiberias am See Genezareth 27 Grad, am Toten Meer 25 Grad, Eilat am Roten Meer 30 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen halben Zentimeter gestiegen und liegt jetzt bei -213.89.5 m unter dem Meeresspiegel.

Jeden Morgen auf meinem Fußweg von der zentralen Busstation in Jerusalem zu unserer Redaktion laufe ich durch die Jaffastraße. Gegenüber von dem “Shaarei Ha'Ir” Gebäude, wo ich immer mein Auto parke, wenn ich mal nicht mit dem Bus nach Jerusalem fahre, ist seit einiger Zet eine riesige Baustelle. Also, eigentlich ist es momentan nur ein tiefes Loch, das von einem roten Zaun umzäunt ist. Auf dem Zaun sind Bilder des geplanten Projektes, es handelt sich um einen weiteren Bauabschnitt des sogenannten “Jerusalem Gate” Projekts, den neuen Eingang zur Stadt.

Hier wird ein neuer Regierungskomplex gebaut im Rahmen des “Jerusalem Gate” -Projekts (Foto: Dov Eilon)

Jeden Tag laufe ich hier vorbei. Ich weiß, dass der ganze Eingang zur Stadt neu gestaltet werden soll. Auch der neue Bahnhof 80 Meter unter der Erde ist ein Teil dieses riesigen Projekts. Ich wollte mehr darüber erfahren und fand dann folgendes Video, in dem der Bürgermeister von Jerusalem, Nir Barkat, den Bürgern das Projekt erklärt, das die Stadt zu einem internationalen Wirtschaftszentrum verwandeln soll, die eine grosse Zahl internationaler Konzerne in die Stadt locken soll, um die 60000 neue Arbeitsplätze würden entstehen.

Der Jerusalemer Bürgermeister Nir Barkat stellt das Projekt „Jerusalem Gateway“ vor, das neue Tor zu Jerusalem

Im Rahmen des Projekt sind eine ganze Reihe von Hochhäusern geplant mit bis zu 36 Stockwerken. Als ich 1988 nach Jerusalem kam, gab es in der Stadt nicht ein einziges Hochhaus. Denn der Bau von Hochhäusern war etwas, dass der damalige legendäre Bürgermeister von Jerusalem Teddy Kollek nicht erlaubte. Er wollte den Charakter der Stadt erhalten, da hatten Hochhäuser keinen Platz. Das hat sich jetzt geändert. Wenn Sie heute durch die Stadt gehen, können Sie schon jetzt mehrere neue Hochhäuser sehen. Neben dem Machane Jehuda Markt ist das bisher höchste Gebäude im Bau. Man hat einen enormen Blick von dort. Aber es gibt noch zahreiche weitere Projekte, wie zum Beislpiel die „Zion-Türme“. die im Stadtteil Arnona entstehen sollen.

Jerusalem von oben - Werbefilm für die „Zion-Türme“ (Migdalei Zion)

Sie brauchen den hebräischen Kommentar nicht verstehen, um einen Eindruck von diesem Projekt zu bekommen. Jerusalem verändert sich. Wir stehen jetzt erst am Anfang dieser Veränderung. Ich bin gespannt, wie die israelische Hauptstadt in einigen Jahren aussehen wird. Bis es soweit ist, müssen wir mit den unzählig vielen Baustellen klar kommen, aber das sind wir hier in Jerusalem ja schon von dem Bau der Straßenbahn gewohnt, als die ganze Innenstadt eine einzige Baustelle war.

Und jetzt wünsche ich Ihnen einen angenehmen und erfüllten Donnerstag. Kommen Sie nach Jerusalem. Wir warten auf sie, hier im 5 Stock unseres Redaktionsgebäudes, von wo man auch schon einen ganz netten Blick auf die Stadt hat. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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