Die Israel Heute Reisegruppe in Polen

Donnerstag, 12. April 2018 |  NAI Redaktion

Gestern besucht die Gruppe zusammen mit Anat und Aviel Schneider sowie Daniela Epstein das POLIN-Museum der Geschichte der polnischen Juden. Das Museum wurde im April 2013 eröffnet und befindet sich unmittelbar gegenüber des Denkmals der Helden des Warschauer Ghettos (siehe Foto). Das Museum zeigt die tausendjährige Geschichte der polnischen Juden.

Eine alte Legende erzählt, wie die Juden nach Polen gekommen sein sollen. Als sie auf der Flucht vor der Verfolgung in Europa einen Wald erreichten, hörten sie eine Stimme, die „Polin“ sagte. Polin ist nicht nur das hebräische Wort für Polen, sondern hat noch eine weitere Bedeutung. „Po Lin“ bedeutet auf Hebräisch „lege hier eine Rast ein“. Die Austellung über die 1000-jährige Geschichte der polnischen Juden beginnt mit dem Satz: „Po-lan-ia“, auf Hebräisch „פה לן יה“, was wiederum „hier ruht ich Gott aus“. Und das soll der Legende zufolge der Beginn der jüdischen Gemeinden in Polen gewesen sein.

Das Judentum in Polen hatte sich schnell entwickelt und auf das ganze Land verbreitet. Vor Beginn des zweiten Weltkrieges lebten in Polen 3 Millionen Juden. 90 Prozent von ihnen überlebten den Holocaust nicht.

Die Israel Heute Reisegruppe im POLIN-Museum

Anat Schneider berichtete gestern von dem Besuch der Israel Heute Gruppe im POLIN-Museum. „Nachdem wir vor dem Denkmal der Helden des Warschauer Ghettos die tragische Geschichte gehört hatten, standen wir alle traurig und erschüttert vor dieser unfassbaren und grausamen Geschichte. Wir möchten betonen, dass es sich bei dem heutigen Tag um den „Gedenktag an den Holocaust UND des Heldentums“ handelt und in unseren Augen war jeder ein Held, sei er gerettet oder ums Leben gekommen. Helden des Geistes und der Hoffnung. Wir verließen das Museum mit einer schwerwiegenden Frage: Schläft Gott hier tatsächlich?“

Heute nimmt die Reisegruppe von Israel Heute am Marsch des Lebens teil.

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