Die Selbstlosigkeit von Lieutenant Shir Hajaj

Sonntag, 21. April 2019 |  NAI Redaktion

“Einmal in der Woche fand Shir im stressigen letzten Studienjahr die Zeit, sich mit einer 92-jährigen Holocaust-Überlebenden zu treffen. Sie besuchte sie und begleitete sie beim Einkaufen im Supermarkt. Ich erinnere mich an einen Moment, als sehr viel Schnee in Jerusalem lag. Shir machte sich bereit, um das Haus zu verlassen. Ich fragte sie, wohin sie gehe, und sie antwortete, dass sie die Holocaust-Überlebende besuchen würde. Ich sagte ihr, dass es draußen heftig schneien würde, worauf Shir antwortete: ‘Aber sie wartet auf mich’ und verließ das Haus.

Auch nachdem Shir ihren Armeedienst in der technologischen Einheit 81 begonnen hatte, war sie sich sicher, dass sie trotz ihrer Arbeitsbelastung in der Armee-Einheit die Zeit finden würde, sich weiterhin freiwillig für die Holocaust-Überlebende zu engagieren.

Nachdem dem Tod von Shir, zögerte die Familie der Holocaust-Überlebenden, über Shir zu sprechen. Sie fragten die alte Dame, die im Leben viel Leid erlebt hatte, ob sie sich an Shir erinnerte, die sie besuchen kam. Als sie die die Frage verneinte, beschlossen sie, es dabei zu belassen und nicht zu erwähnen, was Shir passiert war.

Während ihres Studiums, noch vor dem Armeedienst, war Shir als wissenschaftliche Mitarbeiterin für ein globales Solarzellenprojekt an der Hebräischen Universität in Givat Ram tätig, sie reiste gern ins Ausland, besuchte Restaurants und genoss gutes Essen. Sie liebte das Leben einfach!

Shir war sehr, sehr beschäftigt. Ihr Grundstudium in fortgeschrittener Werkstofftechnik absolvierte sie mit Auszeichnung. Sie unterrichtete Jugendliche in Physik und Mathematik an vielen Gymnasien von Maaleh Adumim. Sie organisierte die Sammlung und Verteilung von Lebensmittelkörben für viele bedürftige Familien. Diese Tätigkeit wurde zum gemeinnützigen Verein ‘Shir’.

Nun fragen Sie sich, wie es einem so fleißigen Mädchen gelang, Zeit für all diese Aktivitäten zu finden? Die Antwort ist eine Kombination aus Ausdauer, Beharrlichkeit, Entschlossenheit und Zielsetzung und viel selbstloser Liebe!”

Meirav Hajaj
Mutter von Shir

Es ist Tradition, zum Pessach-Fest Nahrungsmittelkörbe an Bedürftige zu verteilen. Bitte helfen Sie uns, weiteren bedürftigen Familien zu helfen, dieses Fest zu feiern. Das Pessach-Fest sollte für alle eine Freude sein!

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