Israels UN-Botschafter beruft sich auf die Bibel

Mittwoch, 22. Mai 2019 |  David Lazarus

Israels Botschafter bei den Vereinten Nationen, Danny Danon, hat in einer Rede, die man schon als historisch bezeichnen muss, das Recht des jüdischen Volkes auf das ganze Land Israel überraschend verteidigt: mit der Bibel in der Hand. Seine 18-minütige Rede vor der UN-Generalversammlung vor wenigen Wochen ist auf sozialen Medien zum Hit avanciert und bereits in etliche Sprachen übersetzt worden. Danon trägt darin die biblischen, historischen und internationalen Fakten zusammen, die beweisen, dass das gesamte Land Israel, Judäa und Samaria eingeschlossen, dem jüdischen Volk gehört.

Als Danon in seiner Rede vor der UN die Verheißung Gottes an Abraham aus 1. Mose zitierte, sah der Botschafter der palästinensischen Delegation, die ihm genau gegenüber saß, direkt in die Augen, hob seine Bibel für alle sichtbar empor und verkündete: „Dies ist die offizielle Urkunde für unser Land.“ Danon laß zunächst auf Hebräisch und dann auf Englisch aus 1.Mose 17,7-8 vor: „Und ich gebe euch das ganze Land Kanaan, wo ihr bisher nur Fremde seid. Ihr werdet es für immer besitzen, und ich werde euer Gott sein.“

Der Gebrauch der Bibel als Verteidigung des jüdischen Besitzanspruches auf das Land Israel ist ein außergewöhnlicher Schritt in der heutigen modernen politischen Realität. Bislang haben israelische Politiker sich eher davor gescheut, die Schrift als Untermauerung der israelischen Forderungen zu nutzen.

Wie erwartet reagierten die Mainstream-Medien mit Spott und Häme, sie schüttelten ihre Köpfe, weil sie es einfach nicht glauben konnten, dass ein offizielles Regierungsmitglied es wagen würde, die Bibel als Rechtfertigung des israelischen Rechts auf das Land zu gebrauchen. In Interviews nach dieser Rede zogen CNN und Al-Jazeera offen über die Vorstellung her, die Bibel hätte irgendwas mit dem Anspruch des jüdischen Volkes auf ein Heimatland im Land Israel zu tun.

Danon zeigte sich unbeirrt. „Der Besitz des ganzen Landes Israel durch das jüdische Volk ist in der hebräischen Bibel und darüber hinaus [vielleicht eine Anspielung auf das Neue Testament; d.Red.] umfassend belegt. Die ganze Verbindung des jüdischen Volkes zum Land Israel beginnt genau hier“, sagte er, während er seine Bibel erneut hochhielt.

Der Botschafter wies darauf hin, dass es nicht nur die hebräische Bibel ist, die das Land Israel dem jüdischen Volk zuspricht, sondern dass dies auch für Christentum und Islam gilt. „Der Koran selbst akzeptiert, dass Gott selbst dem jüdischen Volk das Land Israel zugesprochen hat“, sagte Danon der Versammlung, während er mit seinem Finger direkt auf die palästinensische Delegation zeigte. Es war klar, dass er in dem Moment das gesamte Land meinte, Judäa und Samaria (das sogenannte Westjordanland) mit eingeschlossen. Desweiteren zeige auch die Geschichte der Welt, dass der jüdische Anspruch auf das Land Israel nicht nur durch die Bibel und die jüdische Geschichte bestätigt werden könne: „Die 12 Stämme Israel lebten tausende von Jahren in diesem Land“, sagte Danon. „Der größte Stamm Juda lebte in einem Gebiet, das heute als Judäa bekannt ist.“ Mit eisernem Blick auf die palästinensische Delegation fuhr er fort: „Ihr alle kennt die Begriffe Jude und jüdisch. Jude und jüdisch kommt von Judäa. Es war die Heimat unseres König Davids und Jerusalem, die Hauptstadt Israels.“

Botschafter Danon schloss seine Rede mit dem Hinweis ab, dass „das jüdische Recht auf das Land Israel auch dem internationalen Gesetz entspricht und darüber in der UNO abgestimmt wurde. Ein stärkeres und sicheres Israel bedeutet eine stärkere und sichere Welt.“

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