Ballonschmuggel nach Gaza vereitelt

Donnerstag, 23. Mai 2019 |  Israel Heute Redaktion

Einer Spezialeinheit der israelischen Steuerbehörde ist es gelungen, den Schmuggel von Millionen Ballons in den Gazastreifen zu vereiteln. Nachdem die Steuerbehörde genügend nachrichtendienstliche Informationen gesammelt hatte, erhärtete sich der Verdacht auf einen Schmuggelversuch einer enormen Zahl von Ballons in den Gazastreifen mithilfe einer Firma eines israelischen Staatsbürgers.

(Foto: Israelische Steuerbehörde)

Bei einer Operation am 19. Mai wurde dann ein Container gefunden, der unter dem Namen der Firma DC Logistics Ltd, importiert worden war. Auf den Kartons, in der sich die Ballons in den Farben der Palästinensischen Autonomiebehörde befanden (siehe Bild der israelischen Zollbehörde), stand der Name eines in Hebron wohnenden Arabers. Dem Verdacht zufolge sollte dieser dann die Ballons in den Gazastreifen bringen.

Der israelische Eigentümer der Importfirma hatte den Container nicht ordnungsgemäß deklariert. Dadurch und wegen der Tatsache, dass es sich um eine Firma eines israelischen Staatsbürgers handelte, wollte man Sicherheitsüberprüfungen vermeiden. Der Firmenbesitzer wurde festgenommen und später unter besonderen Auflagen aus der Untersuchungshaft entlassen. Die Aufgabe des Verdächtigen war es, den Bestimmungsort der Lieferung zu verschleiern. Er bestätigte die ihm vorgeworfenen Anschuldigungen.

Die gefundenen Ballons sollten nach Erreichen ihres Zieles als Feuer- und Sprengstoff-Ballons gegen Israel verwendet werden.

Neue Brände im Süden durch Ballons

Allein gestern brachen im Landkreis Eshkol in der Nähe des Gazastreifens zehn Brände aus, die durch aus Gaza kommenden Ballons verursacht worden waren.

Als Reaktion darauf schränkte Israel die Fischereizone vor der Küste Gazas wieder auf 10 Seemeilen ein. Die Vergangenheit zeigt jedoch, dass diese Maßnahme die Terroristen im Gazastreifen wohl kaum davon abhalten werden, weitere Feuer-Ballons gegen Israel einzusetzen. Aber immerhin haben sie jetzt ein paar Millionen weniger davon als geplant.

Brände im Landkreis Eshkol, gestern

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