PA-Gelder aus der EU: Jüdische Witwe appelliert an Frankreich

Donnerstag, 30. Mai 2019 |  Israel Heute Redaktion

Die Witwe eines vor anderthalb Jahren ermordeten Rabbiners hat in Paris eine bewegende Rede gehalten, in der sie Frankreichs Politiker aufrief, die an die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) gezahlten französischen Steuergelder aufmerksamer zu beaufsichtigen. „Im Jahr 2016 hat Frankreich der PA 16 Millionen Euro überwiesen. Prüft nach, wie dieses Geld ausgegeben worden ist. Besteht darauf, dass es nicht für die Bezahlung von Mördern genutzt wird“, appellierte Yael Shevah. Ihr 35-jähriger Ehemann Raziel wurde im Januar 2018 von einem arabischen Terroristen erschossen.

„Vor 33 Jahren bin ich in Paris auf die Welt gekommen“, erzählte Shevah auf der Konferenz, auf der es darum ging, Wege aufzuzeigen, um der fortschreitenden Herabsetzung Israels und der Juden in Frankreich entgegenzutreten. „Als ich acht Jahre alt war, zog ich mit meiner Familie nach Israel, wo ich meinem geliebten Mann Raziel begegnete. Wir waren 12 Jahre verheiratet und haben sechs Kinder. Eine wunderschöne, glückliche Familie, ohne große Probleme. Vor 18 Monaten ist mein Ehemann auf seinem Nachhauseweg ermordet worden. Der Mörder sagte dem Richter, dass er meinen Mann aufgrund des jüdischen Aussehens ausgesucht hatte.“

Shevah berichtete, dass ihr Leben sowohl von denen bedroht ist, die den jüdischen Staat delegetimieren wollen, als auch von denen, die danach trachten, Juden zu ermorden. „Wir leben unter permanenter Bedrohung, sowohl seitens des Terrors als auch der BDS-Bewegung. Europa glaubt, wir sollten nicht dort leben, wo wir sind, und auf der anderen Seite hat es der islamische Terror, der Europa bereits etliche Male heimgesucht hat, auf uns abgesehen. Die Palästinensische Autonomiebehörde behandelt diese Terroristen als Helden und bezahlt sie für ihre mörderischen Taten.“

Dass Frankreichs Regierung die Verwendung der überwiesenen Gelder besser kontrollieren muss, lässt sich am Fall Shevahs gut illustrieren. Der Mörder ihres Mannes hat für seine Tat Geld von palästinensischen Behörden ausgezahlt bekommen.

„Meine Botschaft an Euch ist nicht schwer: Findet die Wahrheit heraus. Viele Länder, darunter Frankreich, unterstützen die Palästinensische Autonomiebehörde finanziell. Ich bitte Euch inständig, findet heraus, wofür Euer Geld verwe ndet wird.“

Die Antwort des französischen Parlamentsmitglieds Claude Goasguen gibt Hoffnung. Er gab zu, dass die französische Öffentlichkeit nicht mit diesem Phänomen betraut ist und bezeichnete es als barbarisch und völlig unakzeptabel.

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