Neun Tote bei Selbstmordanschlag in Tel Aviv

Montag, 17. April 2006 | 
Heute Mittag (Montag, 17. April) jagte sich gegen 13.30 Uhr ein palästinensischer Selbstmordterrorist im Newe Sha´anan-Viertel von Tel Aviv in die Luft. Der 22-jährige Palästinenser aus der Gegend um Dschenin zündete seinen Sprengsatz am Eingang des "Bürgermeister"-Dönergeschäfts, als der Sicherheitsposten ihn kontrollieren wollte. Durch die Explosion wurden neun Menschen getötet und mehr als 40 zum Teil schwer verletzt. Dieser Sprengsatz enthielt Schätzungen der Experten entsprechend etwa bis zu 5 kg Sprengstoff und zahlreiche große Metallbrocken, die für den Großteil der Verletzungen verantwortlich sind. Selbst bei umliegenden Gebäuden gingen die Fenster durch die Druckwelle der Explosion in Scherben. Die Terrororganisation des Islamischen Dschihad übernahm die Verantwortung für dieses Blutbad. Im Januar dieses Jahres hatte sich ein weiterer Selbstmordterrorist in eben diesem Dönergeschäft in die Luft gejagt gehabt, wobei jedoch nur einige Personen verletzt worden waren. Insgesamt ist dies der sechste Anschlag in den letzten Jahren in diesem Stadtviertel der Mittelmeermetropole, wo auch viele Gastarbeiter ihre Unterkünfte haben.

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